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Welcher Gockel hat sich das ausgedacht

Hühner und Hähne passen nicht ins Stadtbild.
Jedenfalls dann, wenn kein Oberhan sie sein Eigen nennt.
Wilde Bestien können nicht geduldet werden, so die Stadtväter der Hauptstadt. Rund 200 Hennen und Hähne, sie leben seit Jahrzehnten unbehelligt im Barranco Las Nieves, sollen ausgerottet werden. Begründung der Häuptlinge, ein Huhn könnte auf die Straße laufen und Verkehrsunfälle verursachen.

Wer das Barranco am Ende der Stadt kennt, weis allerdings das diese Argumentation an den Federn herbeigezogen wurde. Manchmal bewegen sich einige Hühner auf Höhe der Jungfrau Behahoare und dem Schiffsnachbau der Santa Maria, in der Schlucht, nicht auf der Straße. So ist es nicht verwunderlich, dass Anwohner die “wilden” Tiere lieben, gelegentlich auch füttern. Dies wiederum ist der Stadtpolizei ein Korn im Auge denn eine städtische Verordnung verbietet die Fütterung von Tieren auf öffentlichen Straßen.

Wenn Anwohner ein paar Körner ins Barranco werfen, stört das Häuptling Sergio Matos in seiner Funktion als Bürgermeister. Nein, der ist nicht dumm, hat nur manchmal etwas Pech beim Denken und so soll die Policia Local bereits futterspendende Anwohner verwarnt haben.

Nun bin ich kein Vorzeigemodell für gelungene Integration, auch nach 20 Jahren schmeckt die Schweinshaxe noch besser als eine Runzelkartoffel. Ich verstehe auch nicht, dass man sich mit Inbrunst um die Ausrottung ein paar wilder Hühner kümmert, verwilderte Hunde auf der Insel aber immer noch keine Aktionen veranlassen. Nicht umsonst sagt man, „wenn Politiker streiten, sitzt der Teufel in der Ecke und lernt“.

Über Graja (1694 Artikel)
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