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Waidmannsheil zum Wohle der Caldera

ziege180Arruis fressen den Nationalpark kahl.
Ángel Palomares, zuständiger Direktor zum Erhalt des Nationalpark „Caldera de Taburiente“, zählt nicht nur beim Einschlafen Schafe, er hat ein Mufflon – Problem.

Einst hatte man die, ursprünglich aus dem nördlichen Afrika stammenden Aurris, oder auch Mähnenschafe, vom spanischen Festland eingeschifft, um die Jagdfreuden der Waidmänner zu befriedigen. Zu welchem Zeitpunkt das war, darüber gibt es unterschiedliche Angaben. Einige Quellen gehen von 1954, andere von 1971 aus.

Letztendlich spielt das aber keine Rolle, denn die Arruis fühlen sich auf La Palma wohl. Ohne natürlichen Feinde, können sie sich unkontrolliert verbreiten und haben sich zum Fressfeind der kostbaren endemischen Flora entwickelt. Drei bis vier Kilo dieser Gräser vertilgen die Wiederkäuer am Tag und sollen so die wertvolle Vegetationsdecke des Ökosystems in der Caldera verwüsten. Bereits 60% der Pflanzen sollen betroffen und ein Hang auf 1500 Meter Höhe der Schlucht „Los Guanchen“, vollständig durch Arruis enthäutet worden sein.

Nun möchte man den Bestand, der zur Ziegenfamilie der Capriane zählenden Wildschafe, verkleinern. Allerdings dürfen nur ausgewählte Jäger mit besonderer Genehmigung und zu festgelegten Zeiten dort tätig werden. So ist die Zahl der Tiere trotz Bejagung nicht rückläufig. Im Jahr 2012 sollen bereits 183 Tiere eliminiert worden sein. Den genauen Bestand kennt man nicht, geht aber von mehreren 100 Tieren aus.

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2 Kommentare zu Waidmannsheil zum Wohle der Caldera

  1. Hauk-Klingenstein // 09/06/2013 um 16:52 //

    Betreff: Mufflons der Caldera Anfrage: Sind die jagdlich erlegten Tiere käuflich zu erwerben? Frage wo und wie? Für Ihre Auskunft wären wir Ihnen sehr dankbar.Mit freundlichen Grüßen Hauk-Klingenstein

    • J.E.L. // 09/06/2013 um 20:24 //

      Meines Wissens dürfen selbst die Jäger keine Trophäen behalten. Wer das Fleisch behält oder vertreibt, kann ich nicht sagen.

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