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Vertrauensverlust bei der Guardia Civil befürchtet.

Einheiten der Polizei als Geldsammler.
Ohne Frage, Verkehrsüberwachung muss sein, dient sie doch (in der Regel) der Sicherheit im Straßenverkehr. Kontrollen erfüllen aber noch einen weiteren Zweck, sie füllen die Staatskassen. Hier sind wir beim Problem, die Einnahmen könnten höher sein, würden die Polizisten mehr Strafzettel verteilen. Um dies zu erreichen, macht man den Beamten druck. Wer nicht mindestens 50 Strafzettel verteilt, zählt als unproduktiv und muss mit Gehaltskürzungen zwischen 200 und 500 Euro rechnen.

Dieses „Provisionsmodell“ stößt bei der Bevölkerung und auch bei Polizeibeamten in breiter Front auf Widerwillen, denn prioritäten liegen nun nicht mehr bei Überwachung und Kontrolle, sondern im Sammeln von Euronen. Dies sieht auch die AUGC (Asociación Unificada de Guardias Civiles) so und beklagt einen starken Vertrauensverlust bei der Bevölkerung. Es könne nicht angehen, das Bußgelder oder die Anzahl an ausgestellten Bettelstrafen, in Verbindung mit dem Einkommen der Beamten stehen.

Die 1994 als Vereinigung der Polizeibeamten gegründete AUGC, befasst sich mit den Grundsätzen der Einheit, Unabhängigkeit, Neutralität und Solidarität der Guardia Civil Agenten. Mit mehr als 32.000 Mitgliedern ist der Verband eine gehörte Kraft in Spanien. Darüber hinaus ist AUGC Teil der European Confederation of Police, eine europäische Organisation, die mehr als eine halbe Million Polizisten vertritt. Es bleibt also abzuwarten, was sich aus dem Ganzen entwickelt.

Über Graja (1685 Artikel)
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