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Seltsame Vögel

Graja auf dem Roque de los Muchachos

Seltsame Vögel in palmerischen Bergen.

Fragt man Besucher nach inseltypischem Getier, ist die erste Antwort: „der Gecko“. Diese auf La Palma weit verbreiteten Echsen gibt es allerdings auf allen Inseln der Kanaren. Eine Besonderheit auf La Palma ist hingegen die Graja.

Diesen endemischen Rabe gibt es nur auf unserer Insel.

Die La Palma Graja

Unsere Grajas gibt es nur auf La Palma. Sie ist ist eine Unterart der Alpenkrähe, mit der sie fälschlicherweise häufig verwechselt wird. Denn eine deutsche Bezeichnung gibt es dafür nicht.

Im Gegensatz zur Alpenkrähe „Pyrrhocorax pyrrhocorax“ heißt die Graja „Pyrrhocorax pyrrhocorax barbarus“ und ist eine endemische, nur auf La Palma vorkommende Art, mit dem Zusatz „barbarus“, die von Einheimischen auch Catana (plumpes Ding) genannt wird.

Plumpes Ding vor dem Observatorium

Betrachtet man die enormen Flugleistungen, kann jedoch von einem plumpen Ding nicht die Rede sein. Bei akrobatischen Sturzflügen mit bis zu 100 km/h, bremst der wendige und vielseitige Flieger, erst kurz vor dem Boden ab, um dann fast senkrecht wieder nach oben zu steigen. Selbst 8 bis 9 Windstärken scheinen den Krähenvogel nicht zu stören.

Da der Rabenvogel Lebensräume in großen Höhen und Felslandschaften liebt, ist er häufig in den Bergen des Roque de los Muchachos zu sichten.

Er sieht die Dinge aus luftiger Höhe. Der Rabe, Namensgeber dieses News-Blog

Als Allesfresser ernährt sich der Graja vorwiegend von Insekten, Samen und Beeren. Auch die eine, oder andere Spitzmaus, oder ein Gecko, steht auf seinem vielfältigen Speisezettel. So nutzt er die Nahrungsquellen seines Lebensraums in bis zu 2.500 Höhenmetern ideal aus.

Der schlaue und wenig scheue Rabe kennt auch keine Angst vor Menschen und peppt seinen Speiseplan gerne durch, von Touristen mitgebrachte, Snacks wie Obst und Brötchen auf.

Zu erkennen ist der La Palma-Rabe an seinem pechschwarzen Federkleid, insbesondere jedoch an einem schmalen, länglichen und gebogenen roten Schnabel und roten Füßen. Farben, die er nach etwa einem Jahr erhält, bei Jungtieren ist der Schnabel noch orange gefärbt.

Die geselligen, oft in Gruppen auftretenden Vögel, werden etwa 40 cm groß und können eine Flügellänge von 32 cm bei einem Gewicht von 390 Gramm erreichen.

Treue wird bei den Grajas groß geschrieben

Verpaarte Vögel bleiben bis zu ihrem Lebensende, welches sie bei durchschnittlich 15 Jahren erreichen, zusammen. Selbst wenn sie in Schwärmen unterwegs sind, fliegen sie als Paar zusammen.

Irgendwann im März bis April wird sich dann um den Nachwuchs gekümmert. Die Grajadame legt dann durchschnittlich 4 bis 5 Eier um die einzigartige Art zu erhalten.

La Palmas next top Model

Über Graja (1680 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma-nachrichten.kanaren-urlaub.org/autoren-impressum/

1 Kommentar zu Seltsame Vögel

  1. Petra Zanft // 21/03/2017 um 20:11 // Antworten

    Hallo !
    Ich glaube in dem Artikel ist einiges durcheinander geraten !
    Die beschriebene Graja mit den roten Füssen und Schnabel gibt es endemisch auf La Palma, aber die auf den meisten Fotos abgebildeten
    Raben haben keine roten Füsse und Schnabel ! Er ist auch eine auf den Canaren vorkommende Art des Corvus Corax.
    Diese schönen Vögel sind sehr oft auf den Bergen anzutreffen.
    Wir hatten schon sehr schöne Erlebnisse mit den teilweise zahmen Tieren. Sie setzen sich auf die Schulter oder fressen einem vorsichtig aus der Hand. Wir nehmen immer ein paar Nüsse extra mit auf Wanderschaft um sie unseren „Freunden“ zu geben.
    Leider haben wir auch schon miterlebt, das ängstliche Zeitgenossen nach ihnen schlagen oder Steine werfen.
    Die meisten halten respektvoll Abstand fotografieren und schauen nur. Diese schlauen Raben wissen ganz genau zu wem sie kommen können und wo es etwas zu fressen gibt.

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