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Mysterium im AtlantikTeil III

Geheimnissvolle Quelle auf La Palma

Tagoror und die Fuente nueva

Hoch oben, auf dem Bergkamm des Roque de Los Muchachos, versammelten sich in prähispanischen Zeiten Ureinwohner um einen Haufen aufgeschichteter Steine, der sich in ihrer Sprache „Tagoror“ nannte.

Für sie war es, wie man Felszeichnungen entnehmen kann, ein magischer Ort. Von hier konnten sie Sterne beobachten, Tage nach dem Mond berechnen und weil sie hier oben dem Universum nahe waren, auch Recht sprechen und politische Entscheidungen treffen.

Beeinflusst wurden diese auch vom Hervorsprudeln der Fuente Nueva. Die Quelle, genau unterhalb des heutigen Observatoriums, deren Wasser je nach Gezeiten fliest oder nicht, wurde vom Willen der Götter beeinflusst und als positives oder negatives Zeichen gewertet.

Einfach war der beschwerliche Weg dorthin nicht, weil der Teufel an dieser Stelle auf glückliche Menschen neidisch war, so der Volksglaube.

In nur einer Nacht soll er eine riesige Felswand errichtet, und so den Verbindungsweg zwischen Santa Cruz de La Palma und Garafia abgeschnitten haben.

Heute führt ein Weg durch die „Wand des Roberto“, so die Erzählung der Autorin María Victoria Hernández weiter. Die Legende besagt, dass ein Jüngling aus Liebe seine Seele an den Teufel verhökerte, um durch die Wand gehen zu können.

Meine Seele fürs hindurch gelangen!“ soll er gerufen haben.

Da entströmten der Erde höllische Flammen, unser Jüngling durchbrach die Wand und rollte in den Abgrund.

Das Mädchen, für das der junge Mann sein Leben gab, wurde am Folgetag von Hirten auf der anderen Seite tot aufgefunden und auf dem Roque de Los Muchachos begraben.

 

 

Fallen abendliche Sonnenstrahlen auf diese vulkanische Wand, projizieren gelbe Reflexe einen grünlichen Schimmer auf die Gesichter der Anwesenden. So glauben einige Palmeros noch immer, dass Satan an diesem Ort Übles tut.


Teil I. Mysterium im Atlantik – “Die Legende des Hirtensprungs
Teil II. Mysterium im Atlantik – “San Borondon, die mystische Insel
Teil III. Mysterium im Atlantik – “Tagoror und die Fuente Santa”


 

Über Graja (1700 Artikel)
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