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Mückenplage in Los Cancajos

moskitoBesonders viele Stechmücken gibt es in diesem Spätsommer in Los Cancajos. Sie plagen die Gäste und fast täglich findet man Touristen auf der Suche nach Moskitonetzen. Hotel und Apartmentbetreiber fürchten einen Images Verlust und schlechte Bewertungen in einschlägigen Internetportalen.

Es gibt neben ätherischen Ölen, Zitronengras oder Citronellol, zahlreiche Mittelchen zur Mückenabwehr. Werden es jedoch zu viele, müssen sie, am besten schon an der Brutstelle, mit chemischen Mitteln bekämpft werden. Hoteliers haben nun reagiert und eine Unterschriftenaktion gestartet, an der sich auch Gaststätten, Anwohner und Gewerbetreibende beteiligen, um die Gemeindeverwaltung in Brena Baja zum Handeln zu bewegen.

Die zart gebauten Mücken umfassen weltweit etwa 45 Familien und kommen mit Ausnahme von Wüsten und Polargebieten in allen Ländern vor. Da Stechmückenlarven ausschließlich Wasserbewohner sind, muss für ihre Bekämpfung erst einmal die Brutstätte gefunden werden. Stechmücken fliegen mit bis zu 2,5 km/h und haben, egal wo das Brachwasser liegt, schnell alle Unterkünfte in der kleinen Gemeinde erreicht.

In Los Cancajos ist man nun auf der Suche nach solchen Tümpeln und vermutet die Brutstätten bei den alten Salinen oder etwas weiter südlich in den Klippen bei der Kläranlage. An beiden Punkten bilden sich durch Wellenschlag größere Pfützen, die auch bei Sonne längere Zeit nicht austrocknen.

saline

Ein Großteil der Mücken sticht allerdings nicht, sondern nervt alleine durch den Sound ihres Flügelschlag. Sie ernähren sich durch zuckerhaltige Pflanzensäfte. Lediglich Weibchen benötigen nach der Befruchtung durch Männchen eine Blutmahlzeit, um ihre Eier zu bilden. Gefahr besteht nur bei der Dengue-Mücke. Diese wurde in Los Cancajos noch nicht gemeldet, die kanarische Regierung hat allerdings schon im Juli davor gewarnt, dass sie auf den Inseln sporadisch auftreten könnte.

Bericht vom Juli 2014 – „Lästige Dengue Mücken können gefährlich werden“

 

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