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Kampfhund-Debatte lebt wieder auf.

hundiMonster in der Hauptstadt unter der Lupe.
Ich meine damit nicht den Kampfhund, sondern unfähige Hundehalter.

Die Tiere gelten allgemein als gefährlich und sind vielerorts nicht gerne gesehen. Als Kampfhunde werden Hunde bezeichnet, die zu Tierkämpfen, das müssen nicht zwingend Hundekämpfe sein, gezüchtet und abgerichtet werden. Diese Tierkämpfe, egal ob Hundekämpfe oder Hund gegen Bullen etc., sind verboten, werden aber vielerorts von zwielichtigen Gestalten noch immer im kriminellen Umfeld durchgeführt.

Das Monster Kampfhund kann ebenso lieb wie andere Rassen sein. Der Halter macht die Musik und dabei spielen viele falsche Noten. Wird der Kampfinstinkt durch falsches Verhalten von Menschen geweckt, kann man nicht für das Tier garantieren. Schon der Anblick solcher Hunde flösst einigen Menschen Angst ein. Sicherlich einer der Gründe, weshalb man sich in bestimmten Kreisen mit solchen Hunden ziert. Umso wichtiger ist bei diesen Rassen ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Tier. Es darf nicht trainiert werden und sollte in der Öffentlichkeit immer unter Kontrolle gehalten werden. Da einige Besitzer von Kampfhunden sich nicht danach richten, werden immer wieder Stimmen laut, die ein generelles Verbot einiger Rassen fordern.
Genaugenommen müsste man also eher diese Besitzer verbieten.

Die Stadt Santa Cruz de La Palma hat aus diesen Gründen, zusammen mit der Polizei nun eine Informationskampagne für potenziell gefährlichen Tieren, insbesondere Hunde der Rassen Pit Bull, Staffordshire oder Rottweiler gestartet, da es alleine in den letzten Monaten 17 Verstöße und Beschwerden in der Hauptstadt gegeben haben soll.

Beamte der Ortspolizei besuchen nun Menschen, die solche Hunde besitzen und informieren über bestehende Rechtsvorschriften. So müssen Hunde an öffentlichen Plätzen immer unter Verwendung von Maulkorb und Leine geführt werden, man benötigt eine Lizenz, Haftpflichtversicherung und das Tier muß mit einem digitalen Chip versehen und geimpft sein.

Wer sich nicht danach richtet oder keine gültige Lizenz zur Haltung vorweisen kann, muß mit Geldstrafen von 150,- bis 300 Euro rechnen. In schweren Fällen, zum Beispiel wenn ein Kampfhund trainiert wird, können Strafen bis 15.000,- Euro verhängt werden.

Hund11

Vorurteil Kampfhunde: Geliebt und gehasst, zwei Welten stoßen aufeinander.
Opfer von Beissunfällen sind zu 31% die Hundehalter selbst, Fremde sind nur zu 19% betroffen. 2004 bissen Schäferhunde 25mal zu, Mischlinge 17mal, alle anderen Rassen lagen im Schnitt bei 2mal schnappen. Auch laut anderen Statistiken ist der Hund mit den meisten Zwischenfällen, nicht zuletzt wegen seiner starken Verbreitung, die Rasse des deutschen Schäferhundes.

Über Graja (1694 Artikel)
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