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Hütehunde aus La Palma

Pastor Garafiano – Der beste Freund des Palmero.

Auf der Kanaren-Insel La Palma ist er häufig anzutreffen, bewacht Schaf- und Ziegenherden, ist Begleit-, Wach-, Gebrauchs- und Familienhund. Der „Pastor Garafiano“.

Er hat viel mit dem deutschen Schäferhund gemeinsam, ist aber eine eigenständige Rasse, die jedoch erst im Jahr 2003 von der königlichen Hundegesellschaft RSCE (Real Sociedad Canina de España) als solche anerkannt wurde.

Wie der Schäferhund, ist der Pastor Garafiano (zu deutsch garafianischer Hirtenhund), ein zuverlässiger Hütehund, allerdings etwas kleiner, mit hellerem Fell und besitzt mit einem Gewicht von 25 bis 35 kg weniger Masse.

Foto: Asociacion Pastor Garafianos – www.garafiano.com

Auch das Aussehen ähnelt dem eines Schäferhundes, ist jedoch dadurch, dass er nur nach Gebrauchsfähigkeit selektiert wird, recht unterschiedlich. Ob helle oder dunklere Färbung, Stehohren oder Knickohren, ein uniformes Auftreten gibt es beim Pastor Garafiano nicht.

Was sie alle gemeinsam haben ist Wachsamkeit, Kondition und Beweglichkeit. Dank seiner Kletterkünste, ist der intelligente Hund in der Lage, auch im Gebirge seine Aufgaben als Ziegenhirt zu erfüllen.

 

Spezifikation des Pastor Garafiano bei der RSCE

Größe und Gewicht:
Rüden 57-64 cm 28-35 kg,
Hündinnen 55-62 cm 24-30 kg,
Schulterhöhe: 55 – 65 cm.

Farbe: Von rotblond über fuchsrot, bis zu gelbbraunem Mantel.

Körperbau: Großer Brustkorb mit gewölbten Rippen, breite, gut bemuskelte Oberschenkel, kräftige, perfekt balancierte Sprunggelenke. Der Schwanz geht von Zobel bis leicht gewellt, geht nicht über den Rücken und überschreitet nicht die Sprunggelenke. Der Kopf ist in seiner Form konischen und in Bezug auf Körpergröße klein. Die Ohren halb aufrecht, die Augenfarbe braun. Seine Lefzen sind geschlossen und sehr pigmentiert.

 

Die Geschichte des Pastor Garafiano

Seinen Namen hat der Pastor Garafiano von der gleichnamigen Gemeinde Garafia im Nordwesten von La Palma. Dort lebte man von Landwirtschaft und Viehzucht mit Schafen und Ziegenherden.

Die positiven Eigenschaften des Hütehundes waren der Hauptgrund für die Erhaltung dieser Rasse.

Es wird vermutet, dass der Garafiano im 15. Jahrhundert durch Kreuzungen von Hunden der Kolonisatoren mit den alten Rassen der Insel entstanden ist. Vor einigen Jahren hat man versucht, durch Kreuzungen mit dem deutschen Schäferhund, die positiven Eigenschaften beider Rassen zu vereinen. Dies ging gehörig in die Hose. Heute legt man wieder Wert auf die reine Rasse des Pastor Garafiano.

 

Eigenschaften und Wesen des Pastor Garafiano

Folgsam, stur, intelligent und verspielt, so wird der Garafiano beschrieben. Mit seiner schnellen Auffassungsgabe lernt er flott zu gehorchen, wird aber immer wieder versuchen, seinen Spielraum auszutesten.

Er ist wenig aggressiv, strotzt aber vor Energie. Dadurch benötigt er stetige Beschäftigung. Wo Hüteaufgaben von Ziegen oder Schafen fehlen, muss sein Aufgabenbereich in Form von Spiel und Sport vergrößert werden.

Über Graja (1754 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma-nachrichten.kanaren-urlaub.org/autoren-impressum/

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