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Heimliche Gefahren auf La Palmas Straßen.

reifenLa Palma hat ein Asphalt Problem
Nein, es geht nicht um das viel diskutierte Asphaltwerk. Katastrophale Straßenzustände, die eine Gefahr für Fahrzeuge und Menschen darstellen sind das Thema. Denn immer mehr Hauptverkehrsstraßen unserer Insel brechen auf, werden rissig und vergammeln. Generell ein normaler Vorgang, denn jede Straße altert. Im Straßenbau geht man von einer durchschnittlichen Haltbarkeit von etwa 50 Jahren aus. Dies betrifft jedoch nur die Asphalttrag- und Bindeschicht. Eine Deckschicht sollte je nach Wetter und Temperaturverhältnissen nach 12 bis 18 Jahren erneuert werden, denn so strapazierfähig Asphalt ist, leidet er mit der Zeit unter mechanischer Beanspruchungen und Wettereinflüssen wie Sonne und Regen. Es entstehen Risse und Löcher, die nicht nur hässlich aussehen, sie sind auch ein Sicherheitsrisiko das Fahrzeug- oder gar Personenschäden provoziert.

Immer häufiger sind Fahrzeuge zu beobachten, die bei kurvenreichen Strecken auf die Gegenfahrbahn ausweichen, um Schlaglöcher zu umfahren und ihre Reifen zu schützen. Insbesondere nach Regenperioden nehmen auch Steinschlagschäden bedenklich zu. Besonders gefährdet sind Motorradfahrer durch die schlechten Straßen. Wo bei einem Auto ein Reifenschaden durch Schlaglöcher entsteht, füren diese bei einem Zweirad nicht selten zum Sturz. Lange Fahrbahnrisse (oft in Kurven) ergeben durch ihren Moosbewuchs böse Fallen, auf die ein Motorradfahrer nur schwer reagieren kann. Wird dann doch einmal geflickt, ist in vielen Fällen der Baubereich mit Split oder Sand bedeckt. In der Regel gibt es nicht einmal Warnschilder, die ortsunkundige Inselbesucher auf die Gefahren hinweisen. So werden Personenschäden von den Gemeinden, wieder besseren Wissens, billigend in Kauf genommen.

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Für größere Renovirungsarbeiten fehlen den Gemeinden unserer Insel die finanziellen Mittel. In solch einer Situation wird geflickt, was das Zeug, in diesem Fall der Asphalt, hält. Die Behebung von Schäden im Frühstadium kostet weniger als eine unvermeidliche Erneuerung der Asphaltdecke. Es macht also Sinn, Straßenschäden bei Geldmangel zu reparieren. Leider wird dies oft stümperhaft durch Gemeindeangestellte und nicht fachgerecht mit Straßenbaufirmen durchgeführt. Asphaltdeckschichten unterliegen den unmittelbaren Einwirkungen des Verkehrs und der Witterung. Reparaturmaßnahmen, wie beispielsweise bei Schlaglöchern, können zwar mit dem hier verwendeten Kaltasphalt dauerhaft repariert werden, müssen aber an den Nahtstellen verschlossen und verdichtet werden. Und genau hier mangelt es an sorgfältiger Arbeit. Nach jedem Regen dringt Wasser in schlecht verdichtete Risse ein, und sprengt den Asphalt wieder auf. So entsteht ein Fass ohne Boden mit hohem Risikopotenzial.

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Über Graja (1753 Artikel)
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1 Kommentar zu Heimliche Gefahren auf La Palmas Straßen.

  1. Nicole // 15/02/2013 um 19:50 //

    Die Strassenbelege sind mittlerweile wirklich katastrophal. Ich selbst fahre Motorrad und ich mujss sagen, dass die Strassen teilweise beängstigend sind. Da wäre wohl eine Enduro angebracht 🙂

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