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Große Pläne für Industrie und Tourismus

Hafenmole in Santa Cruz de La Palma

Hauptstadt-Hafen soll erweitert werden

Fischerhafen, Sportboothafen, Gewerbehafen, in Santa Cruz ist eine Menge Platz und alles vereint. Ausgelastet ist die Marina, das ist der Sportboothafen am Ende des Hafenbecken unseres Gewerbehafen, nicht. Hier liegen viele Anlegestellen brach. Schuld ist häufige Dünung. Sie reißt und zerrt an Booten, so dass es immer wieder einmal zu Beschädigungen an kleinen Freizeitbooten kommt. Freizeitkapitäne nehmen ihre Boote dann lieber aus dem Wasser, oder weichen nach Tazacorte im Westen von La Palma aus.

Anders stellt sich die Situation im Gewerbehafen dar.
Drei Kreuzfahrtschiffe, ein Containerschiff und die Fähre, schon ist unser Hafen voll.
Mit, vielleicht trübem, Blick schaut man nun in die Zukunft und erwartet einen weiteren Boom an Ozeanriesen. Grundlage ist wohl eine Studie der Hafenbehörde, die den Hafen von Santa Cruz de La Palma zusammen mit San Sebastian auf La Gomera, als wertvollste Anlegestelle für Kreuzfahrer sieht.

Auf einen zukünftig noch größeren Andrang, man schielt dabei auf Kreuzfahrtschiffe, möchte man vorbereitet sein. Der Industriehafen soll vergrößert, die Pier verlängert werden.

Der Hauptstadthafen in aktuellem Zustand

Ausbaupläne für den Gewerbehafen

Neben einer Verlängerung der Hafenmole, darüber hatten wir bereits im März 2015 unter “Hafenvergrößerung für dicke Schiffe” geschrieben, ist ein komplett neues Industriebecken in Planung. Entstehen soll es an der jetzigen Hafeneinfahrt vor dem Industriegebiet “Los Guinchos”.

Auf 175.000 Quadratmetern werden so Anlegestellen für Tanker, Containerschiffe, Arbeitsboote und Frachtschiffe entstehen. Und weil man lieber klotzt als kleckert, muß da auch eine große Tankstelle sowie eine kleine Werft hin. Schließlich muss ein Schiff auch mal tanken oder zu Reperaturen ins Dock.

Industriegebiet vor dem Hafen

Los Guinchos, hier soll der neue Industriehafen hin.

Ziel der Gedankenübung ist es, die jetzige Hafenmole für Kreuzfahrtschiffe frei zu machen. Mit einer gleichzeitigen Verlängerung der Kaimauer könnten dann bis zu sechs schwimmende Hotels gleichzeitig im Hafen Platz finden.

Planungsphase

Ricardo Melchior, Chef der Hafenbehörde von Santa Cruz de Teneriffa, hat das mit unserer Inselregierung wohl schon klar, jetzt müssen noch verantwortliche Bürgermeister und Parteien ins Boot geholt werden. Dazu soll es in Kürze eine technische Informationsveranstaltung geben, an der neben Santa Cruz auch die betroffenen Gemeinden Breña Baja und Breña Alta teilnehmen müssen.

Bajamar vor Santa CruzBesonders betroffen wäre der Strand “Bajamar” auf Gemeindegebiet von Breña Alta. Er liegt genau vor der jetzigen Hafeneinfahrt und wäre nach der Erweiterung mitten im Hafen.
Ob dann der Strand seine Atraktivität behält, oder es zukünftig dort überhaupt Bademöglichkeiten gibt, ist zur Zeit unklar. Sonnenhungrige könnten zwar zum Stadtstrand in Santa Cruz ausweichen, Breña Alta muss da aber mitspielen.

Baumaßnahmen

Eine direkte Verlängerung der Hafenmole ist nicht möglich, weil die Hafeneinfahrt dadurch für große Schiffe zu eng wäre. Gebaut wird deshalb in Richtung Südosten aufs Meer hinaus. Zusätzlich muss das gesamte Gewässer vor dem Industriegebiet “Los Guinchos” ausgebaggert werden, um genügend Tiefgang für große Schiffe zu gewährleisten.

Bauprojekt Hafen

So könnte der neue Hafen in etwa aussehen

Baukosten

Welche Investitionen sind erforderlich? Das ist die noch ungelöste Frage. Weder Kosten für dieses Millionenprojekt sind geklärt, noch wer diese am Ende bezahlen soll ist klar. Hier wird man sicherlich noch eine Weile nach Investoren und Subventionen suchen. Für den Fall der Fälle, hat man aber schon ein etwas weniger anspruchsvolles Modell in der Hinterhand. 145.000 anstelle der gewünschten 175.000 Quadratmeter könnten reichen.

Schade eigentlich, dass wir den überdimensionierten, leer stehenden Hafen in Tazacorte nicht einfach nach Santa Cruz stellen können, um unsere Kapazitäten zu erhöhen.

Über Graja (1694 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma-nachrichten.kanaren-urlaub.org/autoren-impressum/

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