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Geflügelkrieg, Berbería oder Paloma

Falke gegen Tauben

Wüstenfalke gegen Brieftaube.

Wenn Mäusefänger Tauben jagen gehen Züchter auf Kriegsfuß.
Weg mit dem Habicht“ wird da gerufen. Na ja, sind Emotionen im Spiel, liegt der Verdacht nahe, dass das Hirn nicht immer richtige Ergebnisse liefert.

Der Wüstenfalke “halcones de Berbería”
steht zur Zeit im Focus der La Palma Presse.

 

Die Taube ist ein sehr umstrittener Vogel. Für manche ist sie die Ratte der Lüfte, für andere das Rennpferd des kleinen Mannes oder Sinnbild der Liebe und des Friedens. Jedenfalls dann, wenn sie mit weißen Federn gesegnet ist.

Falken hingegen sind Jäger, die ihre Beute im aktiven Flug suchen. Zur natürlichen Beute des Falken gehören Insekten, Mäuse, Ratten und Geckos. Mit etwas Glück auch Vögel, manchmal auch eine Taube. Oh je …hier beginnt der Krieg.

Wenn eine wertvolle Brieftaube, sie soll zuverlässiger als die spanische Post sein, nicht nach Hause kommt, ist der Falke schuld. Sagen die Züchter. Die Populationen sind so hoch, dass der palmerische Tauben bestand gefährdet ist. Glauben sie. …Mit dem Glauben ist das aber so eine Sache denn schon kommt Störfeuer von außen.

Der Barbary Falke gehört zu den gefährdeten Arten, muss geschützt werden und erlegt nur einen kleinen Prozentsatz an Haustauben, hört man aus dem Cabildo de La Palma. Die überwiegende Mehrheit sind wilde Tauben, von denen es laut der Studie eines renommierten Ornithologen mehr als 10.000 auf unserer Insel gibt.

 

27 Paare des Barbary Flaken sollen auf La Palma leben.

Die Realität des Wüstenfalken ist hart. Manche (umstrittene) Autoren sehen den Wüstenfalken als Unterart des Wanderfalken an. Tatsächlich scheint es sich bei dem „Berbería“ um eine eigenständige, recht seltene Falkenart zu handeln, die wir neben den Kanaren nur im nordafrikanischen Binnenland und an der westafrikanischen Atlantikküste finden.

Auf La Palma bewohnt er Nischen an Steilklippen und Felsvorsprünge in steilen Barrancos. Im spanischen Katalog der bedrohten Arten wird der Falke als besonders gefährdet geführt.

Von März bis April kümmert sich das Falkenweibchen um 2 bis 3 Eier. Im Durchschnitt sollen pro Jahr etwa zwei Exemplare je Gelege überleben.

 

Tauben hingegen haben das Überleben in nahezu jedem Umfeld erlernt, plündern Nahrungsmittelabfälle und benötigen nur einen minimalen Unterschlupf für den Nestbau.

Sie übertragen humanpathogene bakterielle und virale Krankheitserreger wie Salmonellose und Paratyphus, aber auch diverse Parasitenarten wie Zecken oder Wanzen. Weltweit kämpfen Städte gegen Taubenbefall.

Seltsame Welt der Lobyisten

Auch wenn mich Taubenzüchter gerne wegen krankhaft selbstzerstörerischer Tendenzen in eine Psychiatrie einliefern würden, was die La Palma Presse beschäftigt, sind Argumentationsarme Luftikusprobleme die ins Sommerloch gehören. Lassen wir der Natur ihren Lauf. Falken sind schützenswert.

Über Graja (1703 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma-nachrichten.kanaren-urlaub.org/autoren-impressum/

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