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Fuencaliente und seine Wildpinkler

Großer Ärger um das kleine Geschäft
Die Darstellung urinierender Personen ist ein wiederkehrendes Motiv in der Kunst. Bis ins 19. Jahrhundert war es in der Gesellschaften üblich, im Freien zu urinieren. Heute benutzen wir dazu Sanitäranlagen mit Anschluss an eine Kanalisation um unseren Hygienebedarf zu befriedigen und Geruchsbelästigung zu vermeiden. Oft steht das öffentliche Urinieren auch unter Strafe und wird sanktioniert. Insbesondere dort, wo sich viele Menschen auf engem Raum bewegen, ist das Wasserlassen tabu. Um dem entgegenzukommen, wurden in Städten und stark frequentierten Ausflugsgebieten, Toiletten für die Besucher installiert. Lokale sind sogar verpflichtet Sanitärräume für Gäste zu haben.

Was aber tun, wenn keine Entsorgungsräume erreichbar sind und die Blase unaufhaltsam drückt? Eine Frage, die sich viele Besucher häufig stellen, wenn sie einen Ausflug nach Fuencaliente machen, den Leuchtturm besuchen, die Salinen besichtigen, oder einen kleinen Imbiss an der Autobar zu sich nehmen.

Wo der Wanderer in den Bergen einen kleinen Abstecher zum nächsten Baum macht, ist dort unten im Süden nur kahler Lava und ein schnelles Bad im Atlantik ist nicht jedermanns Sache. Öffentliche Toiletten sind nicht vorhanden und die Räume des alten Leuchtturm (dort befinden sich welche) verschlossen. Nicht einmal ein einsames Dixi-Klo hält die Gemeinde für dieses, von Wanderern und Reisegruppen, stark frequentierte Ausflugsziel für nötig. Wundern sie sich also nicht, wenn ihnen beim Verzehr der, wirklich leckeren, Fischkroketten ein unangenehmer Geruch in die Nase steigt, oder die eine oder andere Person einmal kurz hinter dem Kiosk verschwindet. Beobachten kann man dieses Szenario fast täglich. Da ist Handlungsbedarf.

Über Graja (1700 Artikel)
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