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Fliegen sie besser nicht nach La Palma

11 GrĂŒnde, weshalb Sie La Palma meiden sollten.
Da muß man hin, wenn man weg will. La Palma ist der richtige Ort fĂŒr alle, die runterkommen wollen. – so möchte man uns sugerieren. Doch in Wahrheit fliegen Sie besser nicht auf die Kanareninsel ,denn 11 gute GrĂŒnde sprechen gegen La Palma.

Warnung am Sonntag: Es folgt die RealitÀt. Ab hier werden Dinge weniger schön erscheinen.

1. Das Essen ist schlecht und ungesund.
Kartoffeln sind klein und runzelig, dazu noch versalzen. Soucen werden in unappetittlichen, grĂŒnen und roten Farben gereicht. Frischer Fisch und Fleisch kommen vom Holzkohlegrill, wir alle wissen, dass so etwas nicht gesund ist. Selbst Wein ist verunreinigt, denn Reben wachsen so dicht am Boden, dass jede Art von Ungeziefer ĂŒber die Beeren laufen kann.

Essen

2. Die StrÀnde sind fast menschenleer.
Das gewohnte UrlaubsgedrĂ€nge ihrer bisherigen Destinationen werden Sie schmerzhaft vermissen. Sie fĂŒhlen sich einsam und unbeachtet. Nicht einmal einkaufen können Sie an unseren StrĂ€nden, weil die beliebten Afrikaner mit ihren Sonnenbrillen und Uhrenimitaten weder durch Strandbars stolpern, noch durch feinen Lavasand watscheln.

Strand

3. Die Landschaft ist nicht beindruckend oder besonderes schön.
Die Unesco irrt, wenn sie La Palma als eine der drei schönsten Inseln der Welt bezeichnet. Der kleine Fleck im Atlantik ist nur 28 km breit, aber ĂŒber 2.000 Meter hoch. Das macht einen Wanderausflug zur körperlichen Qual. Sie schwitzen beim Überqueren von kargen Lavafeldern, blicken auf tiefe Schluchten, die sich nicht ĂŒberqueren lassen oder irren durch dichtes Buschwerk im Urwald. Nicht einmal Ihr Chef kann Sie erreichen, weil das iPhone in der Bergwelt nicht funktioniert.

Urwald

4. Einheimische sind zu langsam.
Gelassenheit auf ihre Kosten, Uhren ticken anders. Ob Sie auf den Kellner warten, der Bus nicht auf die Minute kommt, oder Sie in der Schlange an der Supermarktkasse stehen, auf La Palma verschwenden Sie ihre Zeit, weil der gemeine Palmero es nicht einsieht, sich fĂŒr Sie etwas schneller zu bewegen.

Gelassenheit

5. Straßenverkehr ist lebensgefĂ€hrlich.
Rechts, links, rechts, eine Kurve jagt die NĂ€chste. Mit Schweiß auf der Stirn wissen Sie nie, was sich hinter der folgenden Biegung verbirgt. Da bleibt keine Zeit fĂŒr Landschaft, entspanntes Fahren geht anders. Auch innerhalb der Ortschaften lauert die Gefahr einer plötzlichen Vollbremsung, weil der Vordermann in die Eisen steigt, um sich mit einem Bekannten am Straßenrand zu unterhalten. Man nimmt sich einfach wiedereinmal ein StĂŒck ihrer Zeit. Überall stehen Oldtimer in der Gegend und nicht einmal auf Lichtsignale können Sie sich verlassen. Wenn der Palmero blinkt, kann es sein, dass er abbiegen möchte, – oder auch nicht.

Oldtimer

6. Die Bevölkerung ist unberechenbar.
Vorsicht ist in der Hauptstadt geboten. Sind Sie zur falschen Zeit am falschen Ort, entwickeln sich sonst brave BĂŒrger zu irrsinnigen Monstern. Wie auf einer schwarzen Messe werden sie zum kollektiven Tanzen und Trinken genötigt und – man bewirft Sie mit Babypuder.

Pulverstreuer

7. Wilde Tiere gefÀhrden ihren Urlaub.
Könnte man Begegnungen mit Mama Ziege samt Nachwuchs und Bock auf der Straße noch mit einer Vollbremsung wegstecken, mĂŒssen Sie bei einem Wanderausflug in den Bergen mit wilden MĂ€hnenschafen wie dem Muflon rechnen. Noch schlimmer kommt es in kleinen Ortschaften. Dort treiben böse Echsen und Gekkos ihr Unwesen. Diese fleischfressenden Monster leben getarnt in Mauerritzen und machen selbst vor Ihrem FrĂŒhstĂŒcksei oder Mittagsapfel nicht halt. Auch in der teuer bezahlten Ferienwohnung sind Sie nicht sicher. Der Gekko wagt sich in Ihre Unterkunft, klebt dort an Decke und WĂ€nden, um ihre Fliegen zu fangen.

Gecko

8. Schlaflose NĂ€chte.
Selbst wenn es Sie in der Nacht nicht auf einen der zahlreichen Aussichtspunkte zieht, leuchtet der Sternehimmel aufdringlich durch ihr Fenster. Nirgends sind fremde Planeten nĂ€her, Vollmond heller, oder die Sucht in den Himmel zu schauen, stĂ€rker. Der dunkelheitverwöhnte MitteleuropĂ€er wird auf erholsamen Schlaf verzichten mĂŒssen. Romantische Blicke zu fremden Galaxien treten an Stelle erholsamer TrĂ€ume.

Sternehimmel

9. GanzjÀhrig ungesundes Klima.
Ob Sommer oder Winter, das Klima wird Sie aus dem Rhythmus bringen. Reisen Sie in der kalten Jahreszeit nach La Palma, werden Sie von 20 Grad empfangen. Das wirft Ihr Empfinden durcheinander. Im Sommer hingegen werden Sie extreme Hitze vermissen. Selbst der Atlantik lockt mit ganzjĂ€hrigen Badetemperaturen. Fallen Sie nicht darauf herein, ihr Organismus ist nicht auf baden im Winter eingestellt. Hinzu kommt die Sonne, sie sorgt selbst bei bewölktem Himmel schnell fĂŒr einen Sonnenbrand.

Badewetter

10. Kostenfalle La Palma.
FĂŒr den gleichen Flugpreis könnten Sie 12 Stunden in die Staaten fliegen. Bei einem Flug nach La Palma bekommen Sie nur 4,5 Stunden Flugzeit fĂŒr Ihr Geld. Geringe Spritpreise und billiger Alkohol verleiten zu ungesundem Konsum. Selbst Zigaretten sind so preiswert, dass man einfach rauchen muß. Hinzu kommen AufschlĂ€ge fĂŒr ÜbergepĂ€ck weil, shoppen in der steuerbegĂŒnstigen Zone einfach Spaß macht.

Flugzeit

11. Gesellschaftliche Ausgrenzung.
Nach ihrem La Palma Urlaub sitzen Sie einsam und verlassen am Tisch mit ihren Freunden. Diese haben viel von ihren Urlaubserlebnissen zu erzĂ€hlen. Spannende RĂ€uberpistolen von Handtaschenraub, ĂŒberfĂŒllten FlughĂ€fen, gröhlenden Sauftouren in Diskotheken oder schlaflosen NĂ€chten.

Und Sie? Waren auf La Palma.

Urlaub

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Über Graja (1684 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma-nachrichten.kanaren-urlaub.org/autoren-impressum/

25 Kommentare zu Fliegen sie besser nicht nach La Palma

  1. Von hĂ€sslichen schwarzen Raben die uns das FrĂŒhstĂŒcksbrot auf dem Rocke de los Muchachos aus der Tasche klauten möchte ich gar nicht sprechen:-)

  2. Ja, wirklich ganz schrecklich – leider muss ich notgedrungen noch 1-2mal nach la Palma fliegen…um dann hoffentlich endgĂŒltig zu bleiben!

  3. Und weil alles so schrecklich ist auf La Palma kommen wir in diesem Jahr zum 17. Mal auf diese Insel.

  4. Der Artikel hat mich ĂŒberzeugt: Dieses Grauen auf La Palma werde ich mir nĂ€chste Woche selber ansehen… 🙂

  5. LaPalmarero // 19/06/2015 um 19:21 // Antworten

    Am schlimmsten sind die Lokale in El Remo.
    Manchmal sind die Wellen so laut, daß man sein eigenes Wort nicht versteht !
    Und man muss auch noch in die gleiche Strecke zurĂŒck fahren,die man schon bei der Hinfahrt nahm

  6. Nicht zu vergessen, das stĂ€ndig schlechte Wetter. Nicht mal darĂŒber lohnt es sich nach dem Urlaub bei den Kollegen zu nörgeln. Ich mĂŒsste ihnen ja sagen, dass Wandern im Nebel in den LorbeerwĂ€ldern ein VergnĂŒgen ist. Damit kann man beim Stammtisch nicht punkten, Schlechtes Wetter welches einem nicht den Urlaub versaut…

    • B. Goodman // 20/01/2016 um 17:15 // Antworten

      Leider, ja leider kommt jetzt ein dicker Wermutstropfen: Die drei Fischlokale in El Remo wurden behördlicherseits geschlossen und bis auf eines abgerissen 🙁

      • Thalmeier // 21/01/2016 um 14:43 // Antworten

        ned ernst oder ???? die besten lokale…..die zigarre rauchende wirtin , ah köchin störte mich nie….

  7. Das Meer ist auch noch höchst gefĂ€hrlich, da der gemeine TĂŒmmler oder gar auch mal riesige Wale das Meer durchpflĂŒgen.

  8. Hermann van Bremen // 26/12/2015 um 21:31 // Antworten

    und weil das alles so schrecklich hier ist, verleben wir seit Jahren
    jeden winter 5 monate hier, haben noch keinen erkennbaren schaden genommen

    hasta luego

  9. Estefania // 20/01/2016 um 14:26 // Antworten

    Ich muss morgen das 14.mal nach La Palma, meine
    Bekannten sagen das ist ihre Droge. Kommt nicht
    mehr davon weg. Und zu erzÀhlen habe ich auch
    am Stammtisch wenig. Das nehme ich gerne in Kauf.
    La Palma ich komme.

    PS: Eine Freundin wollte La Palma besuchen ist aber auf Mallorca angekommen. Man lÀsst nicht jeden auf die magische Insel.

  10. Die Restaurants in El Remo sind leider Geschichte…
    Denn was diesem hervorragenden Artikel fehlt, ist die Aussage, dass sich die Regierung hier enorm fĂŒr den lĂ€ndlichen Tourismus und die Besonderheiten der Insel kĂŒmmert.
    Alle werden hier von der Umsorgtheit der Regierung geradezu erdrĂŒckt! Deshalb wurde auch nichts unternommen, um Touristenmagnete, eben wie die Restaurant in El Remo, zu schließen (sonst wĂ€re der ganze Artikel ja auch hinfĂ€llig.
    ABER, es gibt einen etwas zu kleinen Flughafen und einen tollen FĂ€hrhafen in Tazacorte, der vor Auslstung schon mal geschlossen werden muss, weil die ganzen Boote schon Schlange stehen…
    Also doch ein paar GrĂŒnde, weshalb ein paar verwirrte Touristen hioer aufschlagen und so tun, als wĂŒrden sie das Ganze genießen!
    😉

  11. Ja so ist es, deshalb bleiben wir auch auf der Insel.

    • Gestern auf dem RĂŒckflug erzĂ€hlte mir ein Einheimischer, sie wĂŒrden wieder kommen, bin gespannt.
      Gott sei Dank konnte ich diese so unattraktive Insel wieder verlassen, sonst hĂ€tte ich keine Möglichkeit von einer RĂŒckkehr zu trĂ€umen.

  12. …und dann die freundlichen Palmeros, die langen NĂ€chte mit Freunden und dann die lĂ€stige SONNE, das
    Eincremen ::::

  13. Angela Nowak // 21/01/2016 um 11:32 // Antworten

    Hola finde es so abscheulich, dass ich gleich 5 Wochen da geblieben bin und von 2012 bis 2014 dort gewohnt habe. Mein Bruder findet es auch so widerlich und wohnt jetzt schon 21 Jahre dort, ebenso meine Schwester.
    Muss diese furchtbare Insel wieder aufsuchen und eventuell ach wieder dort bleiben

  14. Also ich fliege im FrĂŒhjahr zum dritten mal wieder nach la Palma, vielleicht weil ich eines Tages dorthin auswandern will. Die 11 Punkte die hier aufgezĂ€hlt sind nehme ich gerne in Kauf (-:

  15. Es wĂ€re doch schön, wenn wieder mehr Deutsche in die TĂŒrkei fliegen wĂŒrden. Diese Insel ( La Palma) ist einfach nicht zu empfehlen. Wunderbares essen in El Remo ist vorbei, Alternativen wenig vorhanden und wenn, dann fahrt ins Chipi Chipi. Hier gibt es wirklich fast nichts besonderes. So bleiben die guten Restaurants fĂŒr mich und …. .Z.B. Kiosko Salemera. Echt empfehlenswert.Aber fahrt dort bitte nicht alle hin, wenn ich auf der Insel bin. Unterkunft „Villas los Pajeros“ in Brena Baja ist auch nur fĂŒr Menschen die einen Geheimtip brauchen. Aber bucht dort bitte nicht, sonst bekomme ich demnĂ€chst dort nichts mehr.

  16. guenther steiner // 26/08/2016 um 17:35 // Antworten

    Wie blöd muss man sein um so ĂŒber la Palma zu schreiben dieser Nörgler sollte lieber zuhause bleiben und dann sich im Keller verstecken armer Mensch!!!

    • Helmut Lahme // 09/01/2017 um 17:55 // Antworten

      Hat hier jemand den Inhalt der Seite und der Kommentare nicht verstanden? Ironie lĂ€ĂŸt grĂŒĂŸen.
      Wir fliegen auch dieses Jahr wieder nach La Palma.
      Und sicherlich nicht das letzte mal.

  17. platanera // 19/12/2016 um 09:43 // Antworten

    Die Insel ist die Alcatraz!

  18. Ähm, JA, wenn das jetzt ein Werbegag ist, dann ist er gut gelungen! Wenn das ernst gemeint ist, was da steht: JAAAA, umso mehr Aktion, umso besser! DAS ZIEHT AN! Ich gehe von einem Werbegag aus… ansonsten ist euch / Dir nicht zu helfen 🙂

  19. Ach so, diese Standardtouristen… die ewig meckern… die will ja auch keiner auf La Palma… sollen sie doch nicht traurig sein, wenn die TĂŒrkei gerade „zu“ ist… ICH LIEBE LA PALMA! Und eine Seele darauf, aber unabhĂ€ngig davon DIESE INSEL! Es war so GEIL vor 8 Wochen. Inselreport.eu hat da auch mal schon was vorbereitet 🙂

  20. Und JA, jetzt hab ich die ganzen Kommentare gelesen… die sind alle gut. Und JAAAA, TUT ALLES, um IDIOTEN von der Traumzauberinsel fernzuhalten. Ja, gut macht Ihr das. Ich mach mit! Liebe GrĂŒĂŸe Marius

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