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Fahndungsfotos der Guardia Civil unter Beschuß

Wie viel Öffentlichkeit darf denn sein? Diese Frage stellte sich am heutigen Feiertag Maikel Chacón in der „El Time„. Auslöser sollen 8 inselbekannte Personen sein, die beschuldigt werden, einige Einbrüche und Diebstähle in „Los Llanos“ und Umgebung begangen zu haben. Sie sollen nun die Guardia Civil angezeigt haben, weil ihre internen Ermittlungsfotos in sozialen Netzwerken und per „WhatsApp“ auf Mobiltelefonen verbreitet wurden.

Ob diese 8 polizeibekannten Personen mit den Diebstählen in Zusammenhang gebracht werden können ist natürlich erst nach einer rechtskräftigen Verurteilung zu sagen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist es natürlich fraglich, wie weit jemand an den Pranger gestellt oder vorverurteilt werden darf.

Der peinliche Vorfall ereignete sich, so die Vermutung, weil Polizeibeamte sich gegenseitig Ermittlungsfotos (keine offiziellen Fahndungsbilder) per Handy zugeschickt haben und so, sei es aus Versehen oder einer undichten Stelle, Fotos öffentlich verteilt wurden. Von „pfui“ bis „toll“ sind entsprechende Reaktionen der Bevölkerung bei „Facebook“ und Handyrundschreiben.

Wer das Internet kennt, dem ist auch bekannt, dass über solche Dinge kein Gras wächst. Bilder im worldwide Web bleiben dauerhaft im Umlauf. Das ist mehr als eine kurzfristige Rufschädigung. Sollte sich die Unschuld eines Betroffenen herausstellen, könnte er über Jahre hinweg mit Folgen rechnen.

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