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Dinge die sie auf La Palma nicht verpassen sollten

Hotelpool und LiegestĂĽhle sind nicht ihr Ding?

Dann rein in den Leihwagen, volltanken und einmal um die Insel.
Ja, die wunderschöne Landschaft kann man (kurzfristig) auch fahrend genießen. Entspannen geht aber mit einigen Tipps besser. Deshalb hier 10 besondere Dinge, die sie auf La Palma nicht verpassen sollten.

Dabei handelt es sich nicht um “Geheimtipps”, denn spätestens mit ihrer Veröffentlichung haben Exklusivinformationen diesen Status verloren Es geht um persönliche Vorlieben, Erfahrungen, Empfehlungen und ihren persönlichen La Palma-Tipp.

1. Entspannen Sie mit Rebensaft

Wein
Ich höre bereits den Aufschrei vereinigter Alkoholgegner, – egal, lassen sie den Tag mit einem edlen Tropfen ausklingen. La Palma hat neben langer Rebkultur und groĂźer Weinvielfalt, einige hervorragende Tropfen die es zu entdecken gilt. Ganz vorne mit dabei, der “Albillo Criollo 2015” aus dem prämienverwöhnten Haus der Bodegas Vega Norte im Nordwesten der Insel, oder den NatursĂĽĂźen Malvasier einer Kellerei in der Gemeinde Fuencaliente.

Dazu reicht etwas Weißbrot mit frischem, palmerischen Ziegenkäse. Wer den Geschmack eines starken Weines krönen möchte, kann dazu auch eine Puro verdampfen lassen. Diese qualitativ hochwertigen Zigarren werden auf La Palma noch von Hand gerollt und haben eine lange Tradition. Wer sich dafür interessiert, sollte an einen Besuch des Tabakmuseum in Brena Alta denken.

2. Schauen Sie in die Sterne

Sternenhimmel
Ihr kleiner Mietwagen stöhnt auf jedem Zylinder, Bremsscheiben färben sich rot, wenn sie sich aus dem Nordwesten, oder von Mirca auf der Ostseite, eine Fahrstunde zum Dach der Insel quälen. Kaum ein La Palma Besucher kennt diese Strecke nicht. Ein Ausflug zum Roque de los Muchachos ist Pflichtprogramm und Erlebnis zugleich, weil ihnen dort die Insel zu Füßen liegt.

Bestaunen Sie einige der weltweit wichtigsten Sternwarten. Diese Observatorien lassen sich bei Voranmeldung auch von innen besichtigen, oder wandern sie ein Stück am atemberaubenden Kraterrand der Caldera de Taburiente. Wenn sie den Sonnenuntergang abwarten werden sie schnell verstehen, weshalb Astrophysiker der ganzen Welt nach La Palma eilen. Wer diesen einzigartigen Sternenhimmel lieber unter fachkundiger Führung erleben möchte, kann sich mit Astrolapalma in Los Cancajos auf Tour begeben. Dort können sie für den tiefen Blick ins Universum auch erstklassige Teleskope mieten.

3. Atmen Sie den Duft der Natur

Natur
Ein großer Teil unserer Insel ist Biosphärenreservat und wird als Wanderparadies gehandelt. Füllen Sie ihre Lungen mit sauberer Waldluft und entdecken sie bei einem kleinen Spaziergang die Artenvielfalt unserer Pflanzenwelt. Wer es sportlicher angehen möchte, findet auf La Palma Wanderrouten jeder Schwierigkeitsstufe. Hier sind einige Empfehlungen, bei denen sie feste Wanderschuhe, einen Regenschutz, Lunchpaket und jede Menge Trinkwasser nicht vergessen sollten.

Cubo de La Galga, eine Wanderung, die jemand mit “Jurassic Park Feeling” beschrieb. Sie startet nördlich von Puntallana und führt sie in 3 bis 4 Stunden vorbei an steilen Felswänden, durch feuchte Wälder und Landschaften, die einem Harry Potter Roman entsprungen sein könnten.

Nebelwald, Regenwald, Urwald, der Lorbeerwald Bosque de Los Tilos hat viele Bezeichnungen und alle treffen sie zu. Unterschiedliche Routen von kurz bis lang und leicht bis anstrengend machen das Wandergebiet bei San Andres y Sauces fĂĽr jedermann attraktiv.

Farbenprächtiger Wasserfall

Machen Sie einen Abstecher bei ihrer Caldera-Wanderung und Fotografieren sie die cascada de los colores (farbiger Wasserfall) im Barranco de las Angustias. Diese Wanderung durchs Tal der Todesängste ist nichts für schwache Füße und sollte in Regenzeiten nicht begangen werden. Wer es dennoch versuchen möchte, lernt recht schnell, was es mit dem Namen auf sich hat. Stimmt das Wetter, werden sie mit einer gewaltigen Naturkulisse belohnt.

4. Halten Sie Leib und Seele zusammen.

Essen
Auch kulinarische Feinheiten sollten sie testen. Selbst Pasta Liebhaber greifen auf La Palma zur Kartoffel in Form von Papas Arrugadas. Diese in Meerwasser gekochte Minikartoffel kommt mit einer kleinen Salzschicht auf den Teller, wird mit Schale und Mojo Souce verzehrt und ist die ideale Beilage zu frischem Fisch oder gegrilltem Ziegenkäse.

Qualitätsprodukte aus La Palma bekommen sie in einigen Supermärkten, vor allem aber direkt vom Erzeuger auf zahlreichen Wochenmärkten und Markthallen rund um die ganze Insel. Achten Sie einfach bei Wein auf die Herkunftsbezeichnung „Denominacion de Origen“ und bei Käse auf DOP-Queso Palmero.

Grillfleisch jeder Kategorie ist auf der Insel besonders beliebt. Familien grillen selten in heimischen Gärten, sie gehen dazu auf einen der vielen, öffentlichen Grillplätze. Diese sind, meist in schöner Lage, ausgestattet mit fließendem Wasser, Holzfeuerstelle, Grill manchmal mit Backofen und schlichten Möbeln. Werden sie einfach selbst zum Chefkoch, zum Beispiel im Refugio El Pilar. Ein Verzeichnis weiterer Grillplätze rund um die Insel finden sie hier.

5. Stecken Sie die FĂĽĂźe in den Sand

Steinstrand
Feine Sandstrände mit perfekter Infrastruktur wie die Playa Los Cancajos als sicherster Strand der Insel, Playa Puerto Naos mit toller Promenade oder der Strand von Tazacorte laden zum Baden ein. Darüber hinaus finden sie abgelegene, teils abenteuerliche Buchten wie die Playa Nogales. An einigen dieser Strände sollten sie allerdings den Atlantik mit Vorsicht genießen. Für besonderen Badespaß sorgen unsere Meeresschwimmbecken Charco Azul zwischen San Andres und dem kleinen Hafen Puerto Espindola oder dem La Fajana in Barlovento.

6. Salzen Sie ihre Suppe

Salz
Unter dem südlichen Leuchtturm bei Fuencaliente erwartet sie eine der wenigen, noch produzierenden Salinen. Das beliebte Meersalz wir vor ihren Augen gewonnen und verarbeitet. In einem kleinen Shop bekommen sie neben dem bekannten Sal de Flouer auch Kreationen aus Meersalz mit Gewürzen und Kräutern aller Art. Besonders empfehlenswert ist das angegliederte Restaurant mit hervorragender Küche und einem schönen Blick über die Südspitze unserer Insel.

7. Männer die Hosen hochkrempeln

Ringen
Es geht um Kraft, Mut und Ehre, wenn Männer ihre Hosenbeine hochkrempeln und sich in feinem Sand einen unblutigen Kampf liefern. Die älteste Sportart der Kanaren soll bereits 1420 den Chronisten Alvar Garcia de Santa Maria begeistert haben. Seit 1872 gibt es beim Lucha de Canaria feste Regeln, was den Sport noch beliebter machte. Gerungen wird in den drei Klassen Cadete, Juvenil und Senior. Eine spannende Sportart bei der Zuschauer gerne willkommen sind.

Wettkämpfe finden (meist am Wochenende Freitag, Samstag und Sonntag) in vielen Gemeinden wie zum Beispiel in Los Llanos, Santa Cruz oder Tijarafe statt. Spielpläne und Zeiten finden sie bei Deportes Isla bonita

8. die Kunst des Handwerks

Kunsthandwerk
Selbst gemacht ist Kunsthandwerk. Davon gibt es von Häkeldeckchen über Töpferware bis zur Malerei oder Korbflächterei einiges zu bestaunen, und natürlich zu kaufen, denn Handwerker leben von ihren Produkten. Wer etwas erstehen möchte, kann neben vielen Wochenmärkten auch offizielle Verkaufsstellen, wie die Kunsthandwerkschule in Mazo oder das Casa Quinto in Los Sauces besuchen. Zwei Ausflugstipps möchten wir an dieser Stelle hervorheben.

Die Glasbläserei Artefuego in Argual.

In diesem Glasstudio wird noch traditionell geblasen. Farbenprächtige Lampen, Schalen oder Dekorationsartikel, kein Teil gleicht dem anderen weil echte Handarbeit hinter jedem Artikel steht. Täglich von 10 bis 14 Uhr ist geöffnet, sonntags gibt es live Vorführungen bei denen sie dem Künstler über die Schulter sehen können. (Donnerstag ist Ruhetag)

Die Seidenspinner von El Paso.

Seidenproduktion von Raupenzucht bis zum glänzenden Stoff können sie in El Paso bewundern. Bereits seit 250 Jahren, damals war die palmerische Seidenproduktion Nr. 1 in Europa, wird auf La Palma gesponnen, gefärbt und produziert. Heute ist das Seidenhandwerk in El Paso von der Kanarenregierung zum offiziellen Kulturgut “Bien de Interes Cultural” erklärt. Den langen weg von Raupe bis weiches Tuch können sie in der Schau-Werkstatt im Seidenmuseum hautnah miterleben.

9. Ă„ndern Sie die Perspektive

Ansichten
Ganz besonders spannend ist ein Blick auf La Palma aus der Luft oder von See zur Küste. Das geht bei einem Gleitschirmflug mit “Palmaclub” in Puerto Noas und bei einer Bootsfahrt entlang der Küste. Anbieter finden sie mit “INIA”, “Bussard” und “Fancy” gleich mehrere im Hafen von Tazacorte. Von Küstentour entlang der Klippen, Höhlentour zur Cueva Bonita, bis zum Whale Watching reicht die Auswahl. Auch ein Blick in den Atlantik ist möglich. Schon bei einem Schnorchelausflug gibt es allerlei neues zu entdecken. Wer etwas mutiger ist, kann auch ohne Tauchschein, bei einem Schnuppertauchen im Meer, dem Atlantik so einige Geheimnisse entlocken.

10. gehen sie in die Unterwelt

Die Unterwelt der Insel
Gleich einem Schweizer Käse ist La Palma durchlöchert von Höhlen. Diese aus fliesendem Lava entstandene Höhlen und Tuben lassen sich auf eigene Faust erleben und mit Führung erkunden. Einige dienten schon den Guanchen als Wohn- und Grabstätten, andere stehen auf der Liste der 150 längsten Lavaröhren der Welt.

Eine gute Adresse für Hobbyhöhlenforscher ist “Benisahare”, eine Vereinigung, die sich um Erforschung und Erhalt der Lavahöhlen kümmert, aber auch Führungen anbietet. www.facebook.com/grupoespeleologia.benisahare/

Als besonders Spannend gilt das Höhlensystem von Todoque. Für Hobbygeologen ohne Ortskenntnisse ist eine geführte Tour in der “Cueva de las Palomas” empfehlenswert.

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Über Graja (1731 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma-nachrichten.kanaren-urlaub.org/autoren-impressum/

2 Kommentare zu Dinge die sie auf La Palma nicht verpassen sollten

  1. Liebe Redaktion,
    in Ihrem Artikel werden den Touristen u.a. die „feinen Sandstrände von Cancajaos…“ empfohlen.
    Die Wirklichkeit sieht anders aus, z.B. am Nordstrand von Cancajos: schmutzig, mit Unrat übersät, steinig, Hinterlassenschaften von Mensch und Hund. Ebenso die Zugangstreppe von der Carretera zum Strand. Wochenlang liegen dort Fäkalien von Mensch und Hund sowie anderer Abfall.
    Viele Touristen benutzen diese Treppe täglich. Ein guter Eindruck von der Insel. Nach wie vor stehen die Badegäste bei der Dusche im Morast und bemühen sich, den zwei defekten Fußduschen einige Tropfen Wasser abzutrotzen.
    Apropos Touristen. Gestern beleidigten die beiden Strandputzer (ein Mann und eine Frau) eine Touristin, die seit Jahren ihren mehrwöchigen Urlaub hier verbringt.
    Der Grund war, dass sie in Nähe der Hacienda für die Katzen zwei Becher mit Wasser aufstellen wollte. Sie wurde angeschrien, beleidigt,bedroht, er wollte ihr die Becher entreissen. Dann fotografierte er sie.

    Ist das auch „Werbung fĂĽr die Insel“? Jetzt kann man sich das wohl wieder leisten, nachdem viele andere Urlaubsziele wegen der politischen Verhältnisse ausfallen.
    Mit freundlichen GrĂĽĂźen
    Maria Weiss

  2. In Puerto Naos sieht es nicht anders aus. Nachts machen sich hier die Cucarachas breit, der hintere „wilde“ Parkplatz gleicht einer MĂĽllhalde, wie ĂĽbrigens an sehr vielen Stellen auf der Insel, ĂĽberall wird der MĂĽll wild abgelagert, da findet man LKWs, KĂĽhlschränke, Autoreifen und mehr. Da sollte der Cabildo mal massiv einschreiten und einen Säuberungsdienst als Strafe auferlegen. Sonst verliert La Palma noch den Status als Biosphärenreservat.

    So, nun zu meinem Tipp: Ein Abstrecher nach El Pilar ist an schönen Tagen, solange kein „Calime“ herrscht, ein super Ausflugsziel, etwas zu Trinken und zum Grillen besorgen und von Westen kommend vor der Tunnelzufahrt nach rechts abbiege, irgendwann kommt man dan in der „Zona Recreativa El Pilar“ an, kann den Duft der Pinien riechen und einen schönen Tag dort verbringen. Es ist alles zum Grillen vorhanden, Baracoas, Holz, Wasser (kein Trinkwasser), Tische uns Sitzbänke. Zelten kann man dort meines Wissens nach auch. FĂĽr alles, was man an Getränken oder anderen Dingen noch braucht, gibt es ein kleines mobiles Kiosko. Won hier aus kann man auch die eine oder andere Tour beginnen.

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