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Die letze Residenz

La Palma als ewige Ruhestätte.
Ein Gottesacker wartet auf uns alle. Ein Leben, das mit Wehen beginnt, endet unweigerlich mit dem Tod. Dieser ist allerdings nicht, wie der Volksmund behauptet, umsonst. Das Gegenteil ist der Fall und für Hinterbliebene kann falsches Verhalten schnell zur Kostenfalle werden.

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Der etwas andere Gottesacker.
Ein Friedhof als Begräbnisplatz ist ein religiöser Ort und war früher meist auf dem Gelände einer Kirche untergebracht. Der Begriff „Beerdigung“ kommt von „der Erde anvertrauen“. Vergraben ist daher die ursprünglichste Form der Bestattung. Heute gibt es mit der Naturbestattung einige Alternativen dazu.

Seebestattungen sind in Spanien schon seit langer Zeit üblich und auch Luftbestattungen, bei denen die Asche des Verbliebenen über dem Meer, der Küste oder Waldgebieten gestreut wird, ist erlaubt und erfreut sich wachsender Beliebtheit, weil Wasser und Luft überall verfügbar sind und es dem Trauernden ermöglicht, auf der ganzen Welt zu gedenken.

Bei üblicher Bestattung auf einem Friedhof, hier in Form des „Cementerio“, dürfen mitlerweile meist auch evangelische Christen bestattet werden. Es gibt allerdings noch immer Ausnahmen, die man bei der zuständigen Gemeinde oder einem Beerdigungsinstitut (Funeraria) erfragen sollte.

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Der Ablauf im Todesfall.
Dauer und Verfahren hängen eng mit der Todesursache zusammen. Ist diese normal, kann ein Arzt das sogenannte „certificado médico“ ausstellen und ein Bestatter den Leichnam abholen. Der Arzt reicht sein Attest dann beim Personenregister ein und erhält ein „certificado de defunción“ (Sterbeurkunde). Damit kann dann eine Beisetzung vorgenommen werden.

Bei einem Unfalltot muss zuerst ein Richter, zusammen mit einem Gerichtsarzt, den Unfalltod feststellen und den Transport zum Bestattungsunternehmen genehmigen. Ist es kein natürlicher, oder Unfalltod, entscheidet der Richter über Freigabe oder Autopsie der Leiche. Bis zur endgültigen Freigabe und Klärung rechtlicher Fragen kann dann eine sogenannte Nischenbestattung, aber keine Einäscherung vorgenommen werden. Auch darum kümmert sich auf Wunsch die „Funeraria“.

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Kostenfalle Todesfall.
Eine Rückführung ins europäische Ausland kann schnell zwischen 4.000 und 6.000 Euro kosten. Hinzu kommen dann Bestattungskosten im Heimatland. Ein Grund, weshalb eine Beerdigung auf kanarischem Boden die Alternative sein kann. Aber auch hier summieren sich die Kosten. Beerdigungsinstitute sind nicht mehr staatlich und haben Konkurrenz. Nicht selten wird dem geschockten Hinterbliebenen auf die Schnelle das Teuerste verkauft. Hier hilft nur Vorsorge und rechtzeitige Absprache mit einem Beerdigungsinstitut. Damit vermeiden Sie auch, dass der Arzt vor Ort ein mit ihm verbendelten Bestatter informiert.

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Ein grober Anhalt ist die nachstehende Kostenaufstellung.
Sterbeurkunde mit Totenschein und Transport des Toten je ca. 150,- Euro. Weitere Arbeiten des Bestatters, wie zum Beispiel Leichenwaschung, Aufbahrung u.s.w. schlagen mit ca. 1.000,- Euro zu Buche. Ein Sarg kostet ab 1.000,- Euro, je nach Ausführung, sind nach oben wenig Grenzen gesezt. Eine Urne gibt es ab 70,- Euro, die Einäscherung rund 500,- Euro. Ein Grab oder Platz im Cementerio von 300,- bis weit über 1.000,- Euro. Wer sparen möchte, kümmert sich vorab.

Bei durchschnittlichen Gesamtkosten von etwa 3.000,– bis 4.000,– Euro lässt sich feststellen, der Tod ist nicht umsonst und lohnt sich nicht.

Verbindliche Details bekommen Sie bei Bestattungsinstituten wie beispielsweise der „Funeria La Palma S.L“ auf der Avenida Maritima in Santa Cruz de La Palma. Vergleichen lohnt sich. Adressen finden Sie unter „funererias“ im Internet.

 

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Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma-nachrichten.kanaren-urlaub.org/autoren-impressum/

1 Kommentar zu Die letze Residenz

  1. Man plant natürlich nie damit, aber ich habe schon öfter mitbekommen, dass deutsche Staatsbürger während eines Aufenthalts im Ausland auch in Spanien ihre letzte Ruhe finden mussten.

    Solche Fälle sind meistens nicht ganz einfach. Da empfihelt es sich auf jeden Fall mit einem guten Bestattungsunternehmen zusammenzuarbeiten und sich Rat einzuholen.

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