News Ticker

Die Auster ist eine Schnecke

Leckere Lapas mit Mojo.

Informationen, Fangzeit, Zubereitung, Rezepte.
Sie gelten als besondere Delikatesse und werden als Kanarische Auster bezeichnet. Lapas sind beliebte Meeresfrüchte auf den Kanaren. Mit Austern oder Muscheltieren haben sie allerdings nur einen ähnlichen Geschmack gemeinsam.

Die Lapa ist eine Schnecke.

Muscheln besitzen zwei Schalen, die mit einem Schloss verbunden sind, Schnecken haben nur eine Schale. Die Lapa (Patella vulgata) bewohnt als gemeine Napfschnecke eine, als Napf geformte Schale, im Brandungsgebiet algenreicher Felsküsten.

Dort ernährt sich die bis zu 60 mm große Lapa von Algen, die sie Nachts am Fels abraspeln. Bei Tagesanbruch kehrt die Napfschnecke zu ihrem Stammplatz in der Gezeitenzone zurück. Diesen verteidigt sich auch gegen Artgenossen, Seepocken oder Miesmuschel. Gegner werden einfach mit der Schale weg gerammt.

Die Lapa ist so widerstandsfähig, dass sie bei Ebbe längere Zeit auf dem Trockenen überlebt, und auch bei Regen mit Süßwasser umgehen kann. Ihr größter Feind – hungrige Kanarios.

Offizielle Fangzeit ist von Mai und Juni, dann wieder im Oktober und November.

Leider halten sich viele nicht an diese Zeiten und sammeln Lapas von den Felsen, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Auch das maximale Sammelgewicht von 3 kg wird gerne überschritten, was Bestände stark gefährdet. Zwar sind drastische Strafen vorgesehen, eine stetige Überwachung aller Küsten aber kaum möglich. Deshalb hat man einige Küstengebiete mit einer generellen Fangverbotszone belegt.

Älteres Foto der Guardia Civil auf La Palma. Gleich 40 kg illegal gesammelter Lapas wurden bei einer Kontrolle sichergestellt.

Auf La Palma dürfen im Norden zwischen Punta Gaviota und Punta Salvaje, so wie im Nordwesten zwischen Punta las Llanadas und Santo Domingo keine Lapas geerntet werden. Auch im Osten ist der Fang von Lapas zwischen Punta Sancha und Punta Catalina untersagt.

 

Lecker Essen

Zu finden ist die Lapa nicht nur im Atlantik. Auch im Ärmelkanal, der Nordsee und an Mittelmeerküsten ist die Napfschnecke verbreitet. Funde belegen, schon vor 15.000 Jahren war das Schalentier beliebtes Nahrungsmittel. Heute wird die Lapa vor allem auf Madeira und den Kanaren als Delikatesse geschätzt. Auf dem spanischen Festland hingegen werden sie eher verschmäht.

Lapas Rezepte

Lapas können wie Austern auch roh gegessen werden. Sie haben dann einen leicht salzigen, algenhaltigen Geschmack. Meist werden sie jedoch Gebraten, gebacken oder gegrillt, immer mit leckerer Souce gereicht. Die Mojo macht den Geschmack und Variationen gibt es so viele wie Kanarische Hausfrauen.

Zubereitung der Mojo:
Sie benötigen 1 Bund Petersilie, fünf Knoblauchzehen, eine Prise gemahlener schwarzer Pfeffer, einen halben Teelöffel gemahlener Kümmel, ein Spritzer Weinessig, Olivenöl, grobes Meersalz.

Zerdrücken Sie Knoblauch, Petersilie, Pfeffer, Kümmel und Salz in einem Mörser zu Brei. Danach fügen sie Olivenöl zu bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Erst am Ende schmecken sie die Mojo mit etwas Weinessig ab. Das war schon alles.

 

Zubereitung der Lapas:
Wer etwas Rauchgeschmack mag, kann die Napfschnecke (mit Schale) einfach auf den Holzkohlegrill legen. Auch eine Bratpfanne oder der Backofen sind gut geeignet.

Platzieren Sie auf jeder Lapa einen Teelöffel der fertigen Mojo und lassen sie alles bei kleiner Hitze köcheln. Fertig ist die Lapa schon nach wenigen Minuten, wenn sich das Fleisch beginnt leicht von der Schale löst.

 

 

Tip
Verzehren sie ihre Lapas immer roh, oder noch heiß. Kühlen sie nach dem Braten ab, werden Napfschnecken schnell zäh und verlieren an Aroma.

Über Graja (1729 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma-nachrichten.kanaren-urlaub.org/autoren-impressum/

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*