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Deftige Strafen für Kioskbesitzer

Kioske in El Remo geschlossen

So kennen wir den Flair unserer Insel. Fangfrischer Fisch, ein Glas palmerischer Wein und einen ausgezeichneten Blick auf unsere Sonnenuntergänge. Getrübt wurde diese Idylle, als im Julie diesen Jahres, Beamte der Umweltschutzpolizei Seprona Kontrollen durchführte. Beliebte Kioske wurden in El Remo geschlossen, weil sie, unter anderem, nicht nachweisen konnten, woher der zum Verkauf stehende Fisch stammt. Begründung war eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit.

Hinzu kommt, dass die Kioske zu dicht am Meer stehen, was der Küstenschutzbehörde ein dickes Korn im Auge ist. Deshalb sollen diese Kioske nun abgerissen werden. Ein Schelm, wer Zusammenhänge erkennt. Nicht der einzige Trauerfall auf unserer Insel, aber der Aktuellste.

Nun geht, wie “El Time” heute berichtet, der Kioskstreit in El Remo in die nächste Runde. Neben dem Abriss ihrer Arbeits- und Lebensgrundlage sollen die Besitzer Geldstrafen von bis zu 10.000 Euro für unrechtmäßige Besetzung der öffentlichen Flächen für private Aktivitäten mit Gewinnabsicht zahlen. Grundlage ist ein Tagessatz von 238,- Euro, welcher im Disziplinarverfahren der Generaldirektion für Küstenschutz für 40 Tage genannt wird.

Im Ergebnis sitzen Besucher unserer Insel wieder an der Straße, genießen ihren Wein mit Blick auf vorbeifahrende Fahrzeuge und trauern nicht selten ihren lieb gewonnenen Gewohnheiten hinterher. In El Remos sucht man unterdessen nach einer schnellen Lösung.

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15 Kommentare zu Deftige Strafen für Kioskbesitzer

  1. Horst Gutmann // 24/09/2015 um 22:36 // Antworten

    Na ja, ganz so einfach ist das nicht mit El Remo. Der Besitzer des einen geschlossenen Cioscos soll ja -bisher nicht widersprochenen Berichten zufolge- in seinen Kühltruhen nicht nur wohl illegal gefangene bzw. erworbene Fische, sondern auch u.a. Hundeköpfe für Voodoo-Zeremonien vorgehalten haben Das ist dann aber doch zu viel Folklore, zumindest für mich. Es ist wohl auch nicht zu beanstanden, wenn hier, wie in den meisten anderen Ländern auch, Gesetzesverstöße bzw. Nichteinhaltung von Bauvorschriften geahndet werden. Alles andere wäre blauäugig. Und Behörden müssen nun mal tätig werden, wenn Ihnen solche Dinge gemeldet werden. Einen Ermessensspielraum gab es vielleicht in Vor-EU-Zeiten, aber jetzt…..

  2. die Voodoo Geschichte war ein Geruecht.
    Das dort Hundekoepfe gefunden wurden,
    wurde von offizieller Seite ausdruecklich dementiert.
    Aber Gruselgeschichten halten sich gerne lange. Hauptsache, man hat was zu erzaehlen.

    Die Kioskos sind z.T. 30 Jahre dort.
    Jetzt stehen 30 Arbeitsplaetze auf dem Spiel.

    In Puerto Naos sind in diesem Jahr 3 Kioskos und in La Bombilla 1 Kiosko direkt am Strand genehmigt worden.

    Da misst die Costa scheinbar mit zweierlei Mass.

  3. Horst Gutmann // 28/09/2015 um 23:41 // Antworten

    Von Dementis in Sachen Voodoo und Hundeköpfe weiss ich nichts. Haben Sie da eine Quelle? Und die Hygienemängel und nicht nachweisbare Herkunft der Fische waren auch ein Gerücht?

  4. http://elapuron.com/noticias/sociedad/16139/cierre-cautelar-de-dos-establecimientos-de-comida-en-el-remo-por-graves-irregularidades/

    die Restaurants wurden aufgrund hygienischer Zustaende geschlossen. Zum Anderen haben sie Fisch verkauft, wo sie keine Rechnungen nachweisen konnten.

    Mittlerweilen ist ein Restaurant abgerissen worden.

  5. Wir kommen seit über 13 Jahren nach La Palma
    und haben uns in El Remo immer wohl gefühlt !
    Ein Ende der Kioskos ist ein Verlust von einem
    Stück LA PALMA, was die Insel ausmacht.
    Sehr sehr schade !

  6. Seit ein paar Tagen ist auch das 7 Islas geschlossen.
    Jetzt gibt es in El Remo kein Restaurant mehr.

  7. Wir machen seit vielen Jahren auf La Palma Urlaub. Im ersten Urlaub haben wir El Remo entdeckt und seitdem gehört es einfach dazu, mehrmals im Urlaub im Kiosko Arterure den Sonnenuntergang, das Rauschen der Wellen und den Fisch des Tages zu geniessen. Wir hatten nie etwas zu beanstanden.
    Der nächste Urlaub für Dezember ist schon gebucht und ich finde es sehr schade, dass wir uns jetzt einen neuen Stamm-Kiosko suchen müssen.

  8. trommelbully // 08/11/2015 um 17:21 // Antworten

    Wenn ich das hier und andere „Leserbriefe“ zu den Kioskos so lese, kommen mir manchmal Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser Schreiber auf. Ich liebte ebenfalls den Kiosko „Arterure“ in El Remo. Auch bei meinen Aufenthalten auf La Palma (meist 3 Wochen) waren 2 bis 3 Besuche in der Woche im Kiosko mit der Zigarre angesagt. Ich mag normalerweise keinen Fisch, aber dort schmeckte er mir besonders gut. Allein schon wegen der Atmosphäre. Und dass der Fisch meistens nicht frisch vor Ort gefangen wurde zeigten die Pappkartons vor dem Gebäude. Dort lagen Verpackungen, die eindeutig die Herkunft der Barsche zeigten. „Packed in Iceland“ war auf den Tiefkühlkartons zu lesen. Und trotzdem schmeckte selbst mir dieser Fisch einmalig. Ob es wohl an der unverwechselbaren Umgebung und der Freundlichkeit der Wirtin und ihrer Mitarbeiter/innen lag? Ich glaube schon. Da waren wohl wieder einmal ein paar andere Gastronomen neidisch auf deren Umsatz. So wurden ja auch schon vor Jahren die Kuchenstände (meist von Deutschen, die auf La Palma lebten) auf dem sonntäglichen Flohmarkt in Los Llanos geschlossen. Haben die Spanier denn keine anderen Sorgen, als diesen Menschen den Lebensunterhalt zu nehmen?

    • Andreas Schiller // 10/12/2015 um 18:36 // Antworten

      Komme seit 22 Jahren nach El Remo! Habe auch das Restaurant am Playa Nueva geliebt…auch abgerissen.
      Selbstverständlich ist dort auch Fisch ohne Rechnung verkauft worden… wie in jedem Restaurant..
      Auch die Schließung des Kioskos am El Fara hat mich sehr verärgert!
      Alles was La Palma einzigartig und liebenswert gemacht hat verschwindet langsam EU Einheitsbrei, in
      dem nur noch Kapital etwas erwirtschaften darf!
      Jetzt höre ich auch noch von den Golfplätzen … was ist denn bloss los auf diesem Planeten???
      Habe auch gebucht für Sylvester… sehr sehr schade!!!!!

  9. Ginster Eheberg // 31/12/2015 um 10:05 // Antworten

    Wir waren in den letzten 15 Jahren jeden Winter auf La Palma und haben stets mindestens einmal in einem der Tascas von El Remo gegessen. Zu Beginn im 7 Islas und nachdem er dort immer überlaufener und teurer wurde in einem der beiden anderen Kioscos. Wir waren im Dezenmer 2015 völlig fassungslos dass dort alles plattgemacht wurde. Reklamationen bez. Hygiene und Transparenz der Buchführung gibt’s überall. Hier ist ein grosses Stück an Authentizität und Inselkultur weggebrochen. Und auch die Restaurants im Norden, z. B. La Mata werden immer touristischer. Der Kiosk in Zamora ist deutlich teurer und schlechter geworden. Wenn die Globalisierung immer mehr Platz gewinnt werden wir uns ein anderes Ferienparadies suchen müssen. Ein Jammer!

  10. Quasipalmero // 11/05/2016 um 21:51 // Antworten

    Wir können uns nur anschließen. Viele Jahre La Palma, immer mehrfach im Kiosko Siete Islas, immer gut gegessen und gut bedient.
    Wenn auf der Trauminsel, wie in Gerüchten zu hören, tatsächlich ”Golf Hotels“ entstehen, wo wir uns mal wohl gefühlt haben, werden wir uns wohl ein anderes Urlaubsziel suchen müssen. Wenn erst der Geldadel die Politik der Insel bestimmt, werden die Verantwortlichen einige Jahre später auch feststellen müssen, dass die Reichen dieser Welt gerne dort sind, wo man es ihnen recht macht, sie aber keinesfalls für die Folgen verantwortlich sein wollen.

    Traurig, wie die Verwaltung die Werte verschachert, wenn es wirklich so kommt.

  11. LaPalmaLike // 16/05/2016 um 18:43 // Antworten

    Ich kenne seit vielen Jahren kiosko 7 Islas. Die Familie suuper Gastgeber. War jetzt letzte Woche auf La Palma. Und besuchte die Familie. Da gibt es Hoffnung und wir Touristen dürfen bald wieder auf eine kulinarische Küche vom kiosko 7 Islas freuen. Ich freu mich schon auf das berühmte Dessert Bienmessabe. Wünsch der Familie viel viel Glück für den Aufbau . Und viele viele Gäste. Gegen August möchten Sie wieder Öffnen und das mit Lizenz. Am gleichen Ort. Einfach ein bisschen kleiner ( berechnet durch die behörde) . Wünsch euch allles Liebe und Gute . Ich komm im August …..

  12. Elke Bühring // 21/08/2016 um 11:45 // Antworten

    …und nun hoffe ich ,daß es wirklich so ist und wir in El Remo tatsächlich wieder La Palma und „Meer“ pur aus der ersten Reihe geniessen können.Wir sind,mit Unterbrechung,seit mehr als 20 Jahre Besucher der Insel La Isla Bonita,die Schöne.Sollten nun wirklich alle Kioske verschwinden,viele fehlen leider schon, und das nicht nur in El Remo,würden der „Schönen“ weitere,unschöne Narben direkt im Gesicht verpasst…Die Narben die die Natur schafft bringen etwas ,Neues,Schönes hervor…Narben vom Menschen geschaffen sind zerstörerisch und brutal,nur zur Verbesserung einiger Geldbeutel die meist eh genug enthalten.- Aber nie im Einklang mit der Natur sind und dem Leben an sich….und was macht Schönheit aus,auch mit Falten im Gesicht ? …der Glanz der „Natürlichkeit“ die Liebe und der Respekt vor der Natur ,Ihrer Einzigartigkeit….und genau so haben wir La Palma erlebt und darum waren wir gerne da…was wird in Zukunft sein ??? …und über Golfplätze möchte ich erst gar keinen Gedanken verschwenden… La Palma eine „sinkende Insel“??

  13. wir kommen seit 12jahren nach La PAlma,7 davon in El Remo.Nach dem ersten Schock bei Besichtigung unseres Urlaubsortes(da gab es noch keine Straße,nur Löcher)haben wir die Liebe zu diesem wirklich nicht schönen Ort entdeckt.Besuche bei den örtlichen Kioskos waren ein Muß,wir waren nie enttäuscht über unser Essen,aber sehr als die Kioskos einfach abgerissen wurden.Zum Glück hat man sich etwas einfallen lassen und was Neues hingestellt.Wir wünschen viel Erfolg.Ich habe noch nicht erwähnt,daß wir immer 3Monate da sind.

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