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Beste La Palma Weine

Wer als Wein- und Weiberhasser jedermann im Wege steht, der esse Brot und trinke Wasser bis er daran zugrunde geht. (Wilhelm Busch)

Welchen Wein trinken wir auf La Palma?

Eine Frage die nicht ganz einfach zu beantworten ist. Die Auswahl ist groß, Geschmacksrichtungen vielfältig. Wie in allen Weinanbaugebieten ist auch auf La Palma eine große Zahl hervorragender Weine mit ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen vertreten.

Ob Wasser in Wein verwandelt werden kann, wissen wir nicht. Aber frei nach dem Motto „Das Leben ist zu kurz um schlechten Wein zu trinken,“ sollten wir uns auf den Guten beschränken.

Sicherlich einer der besten Tipps ist der „Vega Norte Albillo Criollo Jahrgang 2014„. Er gewann bereits Internationale Weinwettkämpfe und wurde mit der Goldmedaille gekrönt. Schon der Vorgänger „Albillo Criollo aus 2013“ hat Edelmetall in die Kellerei gebracht.

Wein ist unter den Getränken das Nützlichste, unter den Arzneien das Schmackhafteste und unter den Lebensmitteln das Angenehmste.

 

Weinanbau auf der Kanaren Insel La Palma

Eigentlich würde man auf einer Urlaubsinsel wie La Palma keinen Wein Anbau vermuten. Wer jedoch schon einmal auf der Kanaren Insel La Palma war, der weiß, dass Rebengewächse auf Vulkanasche mehr als gut gedeihen. Der Grund dafür ist der hohe Mineralstoffanteil des Lavaboden, viel Feuchtigkeit und noch mehr Sonne.

Im Gegensatz zu deutschen Reben wachsen die Trauben auf La Palma zum größten Teil am Boden und nicht auf emporrankenden Rebstöcken. So sind die Pflanzen auf der Insel besser gegen den Wind und Wetter geschützt und können bis in Höhenlagen von mehr als 900 Metern gedeihen.

GESCHENKE DES BACCHUS – Schon in der Bibel steht geschrieben:
Der Wein erfreut das Herz des Menschen. (Psalm 104/15.) Insgesamt wird an mehr als 100 Stellen der Bibel auf das edle Getränk verwiesen.

 

Weinanbau hat auf La Palma eine lange Tradition.

Bereits 1505, nur 11 Jahre nach der Eroberung der Insel durch die Spanier, verteilte die kastillische Krone die ersten Wasserrechte und Fernando del Hoyo und Juan Cabrera pflanzten die ersten Reben. Im 16. Jahrhundert wurde am englischen Königshof Malvesier getrunken, ein Süßwein mit dessen Handel lange Zeit der Reichtum der Region garantiert wurde. Reisende, Seeleute, Piraten, und Abenteurer trugen den Ruf der edlen Tropfen in die Welt hinaus.

Im 17 Jahrhundert kamen Weine aus La Palma an den vornehmsten Fürstenhöfen Europas auf den Tisch und waren hoch geschätzt. Schließlich ist das Leben zu kurz um schlechten Wein zu trinken.

Ein Mädchen und ein Gläschen Wein sind die Retter in der Not, denn wer nicht trinkt und wer nicht küßt, der ist so gut wie tot. (J. Wolfgang von Goethe)

 

La Palma hat ein Weinbauerbe von unschätzbaren Wert.

Seltene Rebsorten, die im 16 Jahrhundert von Siedlern auf die Insel gebracht wurden, sind geschützt und globale „Modetrauben“ in diesem Anbaugebiet nicht zugelassen. La Palma blieb wie die übrigen kanarischen Inseln von der Reblaus verschont, was eine große Vielfalt an roten und weißen alteingesessenen Trauben erhielt.

Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben! (Plutarch (50 n. Chr.)

 

Es wurde ein Echtheitszertifikat eingeführt, das die kontrollierten Weinkellereien auf der Rückseite ihrer Weinflaschen anbringen dürfen.

Die Herkunftsbezeichnung:

„Denominacion de Origen“

 

 

Die Weinstraße auf La Palma

Wie das Weinbaugebiet der Pfalz mit der „Deutschen Weinstraße“ so hat auch La Palma seine „ruta de vino“. Diese gliedert sich in 5 Abschnitte und Weinbau Gebiete.

 

Ruta 1 im Osten von Santa Cruz de La Palma über Puntallana bis bis in den Bereich von San Andres y Souces – Negramoll, Listan, Albillo

Ruta 2 von Brena Baja über Hoyo de Mazo bis in den Südosten – Malvasia, Negramoll, Moscatell

Ruta 3 im Süden der Insel bei Fuencaliente bis in den Südwesten bei La Zamora – Malvasier, Gual

Ruta 4 im Westen von El Remo bis Las Angustias Bujariego, Gual, Sabro

Ruta 5 im Nordwesten von Tijarafe bis Villa de Garafia – Listan, Albillo, Prieto

 

 

Wer Wein trinkt, schläft gut. Wer gut schläft, sündigt nicht. Wer nicht sündigt wird selig. Wer Wein trinkt, wird selig. (Shakespeare)

Auch wenn der Malvasier seit Jahrhunderten das Aushängeschild des palmerischen Weines ist, verfügt die Insel La Palma mit einer Anbaufläche von etwa 1700-2000 Hektar über zahlreiche gute Weine. Jeder Geschmack ist jedoch auf seine Art einzigartig. Gönnen Sie sich einfach einmal eine Weinprobe, vor Ort.

 

Die Top-Weine der Isla bonita

Neben dem Malvasier (darauf gehen wir später noch ein), wachsen außer einigen kleineren, unbedeutenden Rebsorten die Topmarken: Negramoll, Sabro, Listan, Bujariego, Muskatella, Almuñeco, Gutedeltraube, Verdello und Gual.

Auf La Palma sind Anbieter von einfachem, würzigem, sehr gutem Wein, der meist leicht und trocken schmeckt. Abhängig vom jeweiligen Geschmack des Weingenießers oder dem dazu gereichten Essen fällt die Wahl auf Weißwein oder Rotwein.

Essen ist ein Bedürfnis des Magens, Trinken eines der Seele.

 

 

Rotwein aus La Palma

Negramoll, Listán, Negro (Almuñeco), Bastardo Negro, Moscatel Negro.
Der körperreiche „tinto barico“ besitzt zwischen 12 und 13% Alkohol, wird in kleinen Eichenfässern den sogenannten “barriques“ (eine alte Maßeinheit aus der Seefahrt, fasst 225 ltr.) 6 Monate lang ausgebaut und erhält so feine Holzaromen mit nachklingendem Geschmack. Wird er mindestens 6 im Fass und 18 Monate in der Flasche ausgebaut, trägt er die Bezeichnung „tinto crianza“

Zu steigen ist dies noch mit der Bezeichnung „tinto reserva“ .Dazu muss der Rotwein mindestens 12 Monate im Fass und danach 24 Monate in der Flasche gereift sein. Diese Weine haben dann ein komplexes Aroma mit Anklängen von Vanille, Tabak und Früchten.

Eine Weinkarte mit Phantasie gelesen, ist fast so schön wie voll gewesen.

 

Rosewein

Prieto, Tintilla.
Der violett rosafarbene Rosewein „rosado“, besteht vorwiegend aus der Listan nero Traube, hat 10,5% Alkohol und bleibt bei der Gärung (die bei 16 Grad erfolgt) nur kurz auf der Maische liegen und wird dann sanft gepresst. Sein intensives Aroma erinnert an Waldbeeren mit fülliger Frische.

Der Wein verstärkt den Status Quo: – die Klugen macht er klüger – die Dummen macht er dümmer!

 

Weißwein aus La Palma

Verdello, Albillo, Listan, Bermejuela, Bujariego, Burra Blanca, Forastera Moscatel. Das beliebteste Getränk hat viele Facetten. In der Regel aromatisch und leicht, mit frischen Aromanoten von Blumen und Früchten. In der Mehrheit sind es junge Weine, die kurz nach ihrer Lese getrunken werden. Die drei bekanntesten Traubensorten sind Listán blanco, Bujariego und Albillo. Mit 10,5 Alkohol leicht und trocken, mit einem Anflug von Südfrüchten, bis zur Süße des bernsteinfarbenen Moscatel oder dem blassen Diego mit satten 12 bis 14 % Alkohol.

Zu den in geringerer Qualität nicht abgepressten, sondern nur gemahlenen Weißweinen gehört der klare „blanco seco“, er hat mindestens 10% Alkohol (kann bis auf 12% steigen) und besticht durch ein frisches Fruchtaroma, das in Anklängen an Anis erinnert.

Ist man nüchtern, gefällt das Schlechte. Wenn man getrunken hat, weiß man das Rechte.

 

Der Malvasier und Malvasía Rosada

Der Malvasier ist wohl der bekannteste Wein der Kanaren und einer der bekanntesten Rebsorten der Welt. Die erste Erwähnung ist soweit bekannt von dem britischen Weinhändler Thomas Nichols, er sagte Mitte des 16. Jahrhunderts, „Die besten Weine wachsen an einem La Breña genannten Ort, der jährlich 12.000 Fass Wein produziert, wie etwa den Malvasier“.

Die königlich spanische Akademie definierte dies so:
„Der Malvasier hat eine sehr süsse und aromatische Traube, die Rebsorte, die aus der Umgebung der Stadt stammt, die ihr den Namen gab.“ In Griechenland liegt also der Ursprung dieser exquisiten Rebe, das ägäische Meer ist ihre Wiege. Die alten Griechen kannten diesen Wein als „Götternektar“ und schätzten ihn sehr.

Alter Wein und junge Weiber Das sind die besten Zeitvertreiber

Heute kommt der Malvasier als weisser trockener Malvasier oder als süßer Malvasier, ein Dessertwein der Spitzenklasse auf den Markt. Gemeinsam haben sie einen bernsteingelben Farbton, werden aus Malvasiertrauben hergestellt und eignen sich hervorragend als Aperitiv- und Dessertwein.

 

Welcher Wein ist denn nun der Richtige?

Rot zu Fleisch und weiß zu Fisch, das hat seine Berechtigung.
Stimmen muss es aber nicht generell. Ein guter Koch wie ein guter Gastgeber, vermögen Ihnen einen passenden Wein zum jeweiligen Essen zu kredenzen. Der teuerste Wein wird zur Farce, wenn er nicht zum Essen passt. Dabei sind die Grundregeln eigentlich recht einfach. „Richtig ist was schmeckt

 

Welcher Wein zum Essen?

Der Wein nimmt unter den Getränken dieser Welt eine einzigartige Sonderrolle ein, da kein anderes Getränk einen so guten Begleiter zu verschiedenen Speisen darstellt. Das Wissen über die Kombinationen von Wein und Speise ist sehr umfangreich und nicht jeder hat den Beruf des Sommelier erlernt. Einige einfache Grundlagen kann man sich aber leicht merken.

Damit eine gute Kombination von Speisen und Wein entsteht, sollte man einige Hintergründe kennen. Welcher Bestandteil der Speise ist Geschmacksbestimmend, Fleisch, Sauce, Gewürze? Hierauf sollte der Wein abgestimmt sein. Damit man eine solche Abstimmung nun effektiv vornehmen kann muss man wissen, durch welchen charakteristischen Geschmack sich zum Beispiel Saucen auszeichnen.

Es geht um die Bestandteile, die mit dem Wein harmonieren können.
Saucen, die mit Rahm und Butter zubereitet werden, haben ein süßliches Aroma durch den Milchzucker. Einen süßlichen Wein würde man dazu nicht als angenehm empfinden. Bei Vorspeisen hingegen werden Salatsaucen häufig mit Frucht oder Essig serviert. Ein säurebetonter oder fruchtiger Wein würde keine Harmonie bilden, sondern den Säuregeschmack zu einem unangenehmen Gesamtbild addieren.

Gemüsearten mit eigenen Bitterstoffen (Chicorée oder Radicchio) können einen Wein, der viele Gerbstoffe enthält stark aus dem Gleichgewicht bringen, da sich Bitter- und Gerbstoffe addieren würden. Eine Wechselwirkung, die besonders stark auftritt, wenn der Wein im Barrique (Eichenfass) ausgebaut wurde. Hier ist man mit einem leichten Wein besser bedient.

in vino veritas “ sagte einst der griechische Lyriker Akäus 600 v. Chr. Oder war es doch der römische Gelehrte Pilinius ca. 623 Jahre später?

Eine weitere wichtige Rolle bei der Auswahl eines Weins nehmen Kräuter und Gewürze ein. Arten, die einen hohen Anteil von ätherischen Ölen enthalten nehmen einem leichten Wein oft die Chance, als harmonierender Begleiter aufzutreten. Weinfreundliche Gewürze sind hingegen Petersilie, Dill, Kerbel, Muskat und Pfeffer für Weißweine und Oregano, Majoran, Thymian, Rosmarin, Basilikum, Curry, Salbei, Wacholder für Rotweine.

 

Auch bei der Kombination Käse und Wein gelten Regeln.
Es ist beinahe unmöglich einen Wein zu finden, der mit den vielen verschiedenen Käsearten sinnvoll harmoniert. Tendenziell ist ein duftiger Weißwein, mit einer dezenten Restsüße oft ein guter Begleiter zu vielen Arten von Käse. Rotwein der gerbstoffbetonter daherkommt ist weitaus weniger geeignet, als man klassischerweise vermutet.

 

Viele Desserts bestehen aus Schokolade oder Früchten.
Je nachdem, was ein Dessert prägt, muss ein anderer Wein beachtet werden. Zitrusfrüchte zum Beispiel ergeben mit Wein nur selten eine Harmonie. Unkomplizierter sind Früchte, die Apfelsäure enthalten. Edelsüße Ausleseweine zeichnen sich hier als exzellente Begleiter aus.

 

WEIN – EIN SAFT ZUM ALT WERDEN

Die Gesundheit ist für viele Menschen ein sehr wichtiger Aspekt ihres Lebens und Experten sind sich einig, dass die Ernährung ein phänomenal wichtiger Bereich ist, der Gesundheit zu- und abträglich sein kann. Wein sagt man oft legendäre Kräfte nach. Da ist der 96 Jährige der sich erinnert, jeden Tag ein Glas Wein getrunken zu haben, ein Geheimnis für seine lange Gesundheit.

Nun – hätte er behauptet jeden Tag Käse zu essen, würden wir dies ebenfalls glauben, der Erfolg gibt im Recht.

Dennoch hat man in der Medizin viele Anstrengungen unternommen, um die Zusammenhänge zwischen Wein und Gesundheit aufzuklären. Häufig liest man, dass die positive Wirkung mäßigen Weingenusses konkret bestätigt sei und vollmundig wird auch angegeben, dass gleich eine Reihe von Studien zu diesem Ergebnis gekommen seien.

Kritiker hingegen nennen den Alkoholismus als großes Problem. In dieser Hinsicht unterliegt Wein, bei allen seinen besonderen Vorzügen, den gleichen Beschränkungen wie jede andere Art von Alkohol.

 

ICH EMPFEHLE IHNEN
Genießen sie mäßig und entdecken sie die Vielfalt der Kanaren Weine, lassen sie sich verführen von den besten Weinen aus La Palma.

Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Thor sein Leben lang. (Martin Luther)

Über Graja (1753 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma-nachrichten.kanaren-urlaub.org/autoren-impressum/

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